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Spieler des FC Bayern München sauer nach der 1:2-Pleite in Gladbach

Nach der Bayernpleite : Kimmich und Co. schieben riesigen Frust

Bayerns Nationalspieler könnte nach der Pleite in Gladbach „durchdrehen“, Rekordmeister fällt aus den Europapokal-Rängen.

Die kurzfristig unter Interimstrainer Hansi Flick zurückgekehrte heile Welt beim FC Bayern ist wieder dahin. Nach der zweiten Niederlage hintereinander beim 1:2 (0:0) bei Tabellenführer Borussia Mönchengladbach schoben die Stars des Rekordmeisters auch beim öffentlichen Training am Sonntag noch Frust. „Das ist schon das zweite Mal hintereinander. Das ärgert mich unendlich. Ich könnte durchdrehen“, klagte Nationalspieler Joshua Kimmich.

Die Favoritenrolle auf die achte Meisterschaft nacheinander sind die Bayern nach der 21. Auswärtspleite in Gladbach erst mal los. Sportchef Hasan Salihamidzic machte die furiosen Borussen zur „Benchmark“ für die Liga in Sachen Titelgewinn: „Sie sind vorne – und wer vorne ist, der hat einen Anspruch darauf.“

Das schmerzt die erfolgsverwöhnten Münchner, deren Rückschläge mit der neuen Bundesliga-Ladehemmung von Robert Lewandowski einhergehen. Die Herbstmeisterschaft ist praktisch futsch, stattdessen flogen die Bayern sogar aus den Europapokal-Rängen. Nur 24 Punkte bedeuten die bislang schwächste Saison seit 2010/2011. Damals stand der FC Bayern unter Louis van Gaal auf Platz fünf, diesmal ist es der für Münchner Verhältnisse indiskutable siebte Platz. Bis zur Winterpause sind die Bayern zum Siegen verdammt. „Wir haben Mittwoch in der Champions League ein Spiel zu gewinnen und in der Bundesliga noch neun Punkte zu holen. Sonst schaut es schattig aus“, sagte Thomas Müller vor dem nächsten Spiel zuhause gegen Tottenham Hotspur (21 Uhr).

Dem Team schwant, dass eine Aufholjagd wie in der vergangenen Saison selbst mit neun Punkten aus drei Spielen deutlich schwerer wird. Vor Jahresfrist betrug der Rückstand auf Borussia Dortmund gar neun Zähler, Meister wurden aber wieder die Bayern. „Aber auch wenn es jetzt nur sieben Punkte sind, wird es diese Saison deutlich schwieriger, weil viel mehr Mannschaften vor uns sind“, sagte Kimmich. Rätselhaft bleibt vor allem die plötzliche Abschlussschwäche, für die Lewandowski sinnbildlich steht. Seit drei Liga-Spielen traf der Führende der Torschützenliste nicht. In den elf Partien zuvor hatte er 16 Tore erzielt. In Gladbach vergab der Pole beste Möglichkeiten und fiel durch seine unzufriedene Körpersprache auf.