Sperren von David Abraham und Vincenzo Grifo von DFB-Sportgericht bestätigt

Fußball Bundesliga : Sperren für Abraham und Grifo bleiben bestehen

David Abraham bleibt für sieben Wochen gesperrt, nachdem der Kapitän von Eintracht Frankfurt Freiburgs Trainer Christian Streich umgestoßen hat. Bei der mündlichen Verhandlung wich das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes am Dienstag in Frankfurt nicht von der Einzelrichterentscheidung ab.

„Es ist ein klarer Fall des direkten Vorsatzes“, sagte der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz nach vierstündiger Verhandlung in der DFB-Zentrale. Er betonte angesichts der jüngsten Attacken gegen Amateur-Schiedsrichter auch die Vorbildfunktion der Profis: „Das, was oben passiert, findet seinen Niederschlag auch an der Basis.“

Abrahams Koordinations-Vermögen sei „ausgeprägt genug, um auch im hohen Tempo um den Trainer herumzulaufen.“ Stattdessen habe der durch Rote Karten „einschlägig vorbelastete“ Argentinier Streich mit einem Bodycheck wie im Eishockey „abgeräumt“. Der DFB-Kontrollausschuss-Vorsitzende Anton Nachreiner hatte gar acht Spiele Sperre und 25 000 Euro Geldstrafe gefordert.Letztere wurde auch ausgesprochen. Der SC Freiburg hingegen nahm im Fall Vincenzo Grifo den Vorschlag an. So bleibt es bei drei Spielen Sperre für den Offensivspieler.