RB Leipzig kassiert späten Ausgleich beim 1:1 gegen VfL Wolfsburg

Fußball-Bundesliga : Leipzig sucht das Sieger-Gen

RB kassiert gegen den VfL Wolfsburg spät den 1:1-Ausgleich. Die Wölfe bleiben als einziges Bundesliga-Team ungeschlagen.

Trainer Julian Nagelsmann wurde in der Kabine richtig laut, Sportchef Oliver Mintzlaff stand der Frust ins Gesicht geschrieben: Nach dem 1:1 (0:0) gegen den VfL Wolfsburg und dem vierten Pflichtspiel in Folge ohne Sieg herrschte bei RB Leipzig dicke Luft. Das Sieger-Gen der ersten Wochen ist abhandengekommen. „Ich habe sie schon laut angepackt“, verriet Nagelsmann. Trotz der schlechten Schlussphase wollte es Nagelsmann aber bei der kurzen Standpauke belassen: „Morgen interessiert das Spiel eh keinen mehr.“

Bis zum 1:0 (54.) durch den starken Nationalspieler Timo Werner war Nagelsmann zufrieden. Dann habe seine Mannschaft aber viel zu passiv agiert und die Linie verloren. Werner, der oft in neuer Rolle als Zehner agierte, konnte sich zumindest über sein sechstes Saisontor freuen. „Ich habe mich in den letzten Spielen vor dem Tor etwas blöd angestellt. Deshalb wollte ich heute unbedingt wieder eins machen“, verriet der 23-Jährige.

Mintzlaff trottete mit hängenden Schultern durch die Stadion-Katakomben, ehe er seinem Ärger Luft machte. Das Remis fühle sich an wie eine Niederlage. „Fünf Punkte aus den letzten vier Heimspielen sind zu wenig“, stellte der Geschäftsführer fest. Eine Erklärung, warum der Schwung der ersten Wochen verloren gegangen ist, hatte auch Mintzlaff nicht. „Wir haben nach dem 1:0 aufgehört, Fußball zu spielen“, meinte der Sportchef, der sich mit Blick auf das Spiel am Mittwoch in der Champions League gegen Zenit St. Petersburg Sorgen machte: „Wir hätten uns mit einem Sieg Selbstvertrauen holen können.“

Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner stand dagegen die Freude ins Gesicht geschrieben. Sein Team bleibt dank des späten Ausgleichs durch Torjäger Wout Weghorst (82.) das einzige Bundesliga-Team ohne Niederlage. „Es hat richtig Spaß gemacht, meinen Spielers heute beim Fußball zuzuschauen“, sagte der Österreicher zufrieden.

Mehr von Saarbrücker Zeitung