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Neues Rechenmodell für Geisterspiele: 239 Personen im Stadion

Neues Rechenmodell für Geisterspiele : Mit 239 Personen zurück in den Liga-Betrieb?

22 Spieler, 90 Minuten – und 239 Menschen in einem Fußball-Stadion? Mit dieser neuen und stark reduzierten Zahl an anwesenden Personen bei sogenannten Geisterspielen könnte die Deutsche Fußball Liga (DFL) der Coronavirus-Pandemie trotzen und ihre Saison im Ausnahme-Spielbetrieb doch beenden.

Wie die „Bild-Zeitung“ (Dienstag) berichtet, hat die DFL diese Zahlen bei der vergangenen Mitgliederversammlung den 36 Profivereinen vorgelegt. Die DFL bestätigte eine entsprechende Überlegung.

DFL-Boss Christian Seifert sieht die Liga gut auf die derzeitige Ausnahmesituation vorbereitet. „Wir werden bereit sein! Unser Ziel ist es, bis 30. Juni die Saison zu Ende zu spielen. Wir haben es aber nicht in der Hand“, sagte Seifert der Wochenzeitung „Die Zeit“. Er sprach von rund 300 Erwerbstätigen, die bei den Spielen an ihre Arbeitsplätze zurückkehren könnten. Im Vergleich zum bisher einzigen Geisterspiel der Liga-Geschichte – Gladbach gegen Köln am 11. März – sollen aus bisher rund 600 Anwesenden weniger als die Hälfte werden. Laut „Bild-Zeitung“ würde das konkret bedeuten: weniger Ordner als bisher, deutlich weniger Balljungen und nur noch eine Acht-Personen-Delegation pro Verein für unter anderem Funktionäre und Vereinsbosse.

Der Pay-TV-Sender Sky könnte den stark belasteten Profivereinen dabei möglicherweise mit der Vorauszahlung von Fernsehgeldern helfen. Laut den Zeitungen der Funke Mediengruppe soll Sky mit der DFL über diese finanzielle Unterstützung verhandeln. „Wir sind in ständigem Austausch mit unserem langjährigen Partner DFL. In diesem Zusammenhang gibt es aktive Diskussionen mit dem Ziel, auch im Hinblick auf Lizenzzahlungen und deren potenzielles Timing konstruktive Lösungen zu finden“, sagte ein Sky-Sprecher. TV-Rechteinhaber Sky ist mit durchschnittlich 876 Millionen Euro pro Jahr aktuell der größte Finanzier der Liga. Eigentlich hätten die neuen Medienrechte ab der Saison 2021/22 im Mai dieses Jahres vergeben werden sollen, doch auch dieser Termin ist angesichts der aktuellen Situation in der Corona-Krise zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben worden.