Nach 2.3 gegen Union Berlin: FSV Mainz 05 feuert Trainer Sandro Schwarz

Nach 2.3 gegen Union Berlin : Mainz 05 trennt sich von Trainer Schwarz

FSV reagiert nach 2:3-Heimniederlage gegen Union Berlin auf zwei Negativrekorde binnen einer Woche.

Der FSV Mainz 05 sieht nicht mehr Schwarz: Einen Tag vor dem Beginn der fünften Jahreszeit hat sich der selbsternannte Karnevalsverein von seinem Trainer Sandro Schwarz getrennt. Die Verantwortlichen des Fußball-Bundesligisten reagierten damit auf die sportliche Krise. Wer Nachfolger von Schwarz wird, ist noch offen. Co-Trainer Jan-Moritz Lichte soll die Mannschaft vorerst betreuen.

„Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Wir sind einen langen Weg zusammen gegangen. Das tut weh“, sagte Sportvorstand Rouven Schröder: „Aber man muss handeln, wenn die Überzeugung nicht mehr bei 100 Prozent ist. Ab sofort sind wir auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer.“

Der 41 Jahre alte Schwarz, dessen Vertrag ursprünglich noch bis 2022 lief, trug die Verantwortung für zwei FSV-Negativrekorde innerhalb einer Woche. Auf die höchste Liga-Niederlage der Rheinhessen am vergangenen Spieltag bei RB Leipzig (0:8) folgte am Samstag gegen Aufsteiger Union Berlin die achte Saison-Niederlage (2:3). Es war ein desaströses Bild, das die Mainzer gegen Union abgaben. So viele Pleiten an den ersten elf Spieltagen setzte es für die Rheinhessen noch nie. Der FSV ist Drittletzter und weist die schlechteste Tordifferenz (12:30) auf.

Trotz der prekären Lage hätte Schröder die „einvernehmliche Trennung“, die am Sonntagmorgen besprochen wurde, gerne vermieden. „Wir wollten das nicht. Sandro hat sich jeden Tag den Arsch aufgerissen. Aber wir haben gespürt, dass wir die Trendwende nicht hinkriegen“, äußerte der Sportchef: „Das ist für uns alle eine Niederlage. Die Spieler sollten sich hinterfragen, wie die Reise weitergeht.“

Schwarz gilt als Kind der Stadt und des Vereins. Er ist in Mainz geboren, spielte einst auch als Profi bei den Nullfünfern und coachte vor dem Aufstieg zum Bundesliga-Trainer die U19 sowie die zweite Mannschaft des FSV. Mit Blick auf den kommenden Coach gab Schröder zu Protokoll, dass er noch „kein Gespräch geführt und noch keine SMS oder sonstiges geschickt“ habe: „Schon 25 Sekunden nach der Bekanntgabe hat der erste Berater das Interesse seines Klienten hinterlegt.“

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