Fußball-Bundeliga: Leipzig mit überragendem Werner schießt Mainz 05 ab

Fußball-Bundeliga : Leipzig mit überragendem Werner schießt Mainz 05 ab

Rheinhessen kassieren mit 0:8 ihre höchste Niederlage.

Die Leipziger gierten nach dem fulminanten Rekordsieg schon auf die nächste Tor-Party, als sich die Mainzer beschämt auf die bedrückende Rückfahrt mit dem Bus machten. Die mieseste Laune dürfte Sandro Schwarz gehabt haben, der FSV-Trainer schaute sich das historische 0:8 (0:5)-Debakel noch mal in voller Länge an.

Zu besprechen dürfte es nach der höchsten Bundesliga-Niederlage der Club-Geschichte eine Menge geben. Da wäre zum einen das nicht vorhandene Zweikampf-Verhalten der Mainzer. Timo Werner sprintete mehr als einmal ungehindert in den 05er-Strafraum, bereitete drei Tore vor und schoss drei selbst. Christopher Nkunku stand derartig allein an der Strafraumgrenze, dass er nicht anders konnte, als den Ball zum zwischenzeitlichen 3:0 ins Netz zu jagen. Und selbst der verzweifelte Appell von Mainz-Torwart Robin Zentner verpuffte. Der bemitleidenswerte Schlussmann ging nach dem vierten Gegentor zu jedem seiner Verteidiger und bettelte sie an, sich doch bitte zu wehren. „Das hat offensichtlich nicht geklappt. Wir haben uns richtig abschießen lassen“, sagte Zentner.

Ganz anders dagegen die Leipziger. Es ist eine Woche her, nach dem enttäuschenden 1:2 beim SC Freiburg, da hatten sich Werner und Co. in der Kabine aus völlig anderen Gründen ratlos angeschaut. Die Mentalität der Spieler wurde nach dem vierten Spiel in Serie ohne Sieg infrage gestellt, es folgten kritische Ansprachen von Trainer Julian Nagelsmann und Sportdirektor Markus Krösche – und 14 Tore innerhalb von vier Tagen.

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