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Konzept der DFL für Neustart der Bundesliga enthält pikante Details

Mitgliederversammlung der DFL : Bundesliga-Konzept enthält pikante Details

Wenn Christian Seifert am Donnerstag den Plan für die „Bundesliga reloaded“ präsentiert, kämpft der Chef der Deutschen Fußball-Liga (DFL) um einen Neustart auf Bewährung. Denn obwohl schon vor der virtuellen Krisensitzung der 36 Clubchefs das Konzept zum Wiederbeginn der Saison im Mai steht und die Politikprominenz auf Linie gebracht wurde, ist für den Profifußball nicht mehr drin.

„Ich kann mir vorstellen, dass wir uns von Spieltag zu Spieltag entwickeln“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor den Gesprächen der Vereinsbosse. Er wolle dem Fußball trotz des „detaillierten Konzepts“ aber keinen „Blankoscheck“ inmitten der Corona-Pandemie ausstellen. Den Clubs bleibt im Kampf um die Existenz also nur die Rolle des Bittstellers, die Entscheidung fällt am Donnerstag kommender Woche in Berlin.

Die Vereine können mit Blick auf die anvisierten Geisterspiele zwar auf das Wohlwollen zahlreicher Ministerpräsidenten und des Gesundheitsministers bauen, doch die Liste der Bedenkenträger ist immer noch lang. So steht hinter der Unterstützung durch das Robert Koch-Institut ein Fragezeichen, zahlreiche Gesundheitsexperten sind skeptisch. Ein gerichtliches Vorgehen anderer Sportarten gegen die „Lex Fußball“ scheint möglich, verschiedene Interessengruppen sehen ein gesellschaftliches Konfliktpotenzial. Selbst große Teile der Fans sehen einen Wiederbeginn kritisch.

Lösungen hat die DFL in jedem Fall parat. Allen voran die Taskforce unter Leitung von Nationalmannschaftsarzt Tim Meyer aus Saarbrücken hat ganze Arbeit geleistet. Der Spiegel veröffentlichte vorab die 41 Seiten, auf denen das Prozedere zur Saison-Fortsetzung mit Stand vom 15. April geregelt ist. Maximal 300 Menschen auf dem Stadiongelände, Einteilung in Zonen, Fragebögen zur Risikominimierung – all diese Vorschriften sind enthalten

In dem 31-Punkte-Plan gibt es pikante Details. So werden die Profis darauf vorbereitet, dass ihr Auftreten von großer Bedeutung ist. „Wir bitten dringend um vorbildliches Verhalten bezüglich der Hygiene- und Isolierungsmaßnahmen außerhalb des Spielfeldes“, heißt es in dem Entwurf. Zudem wird aufgeführt, wie sich die Vereine bei einem positiven Test verhalten sollen: „Keine automatische Meldung eines positiven Falles an die Presse, da Krankheitsverifizierung sowie die klare Dokumentation der vermutlichen Übertragungswege im Vordergrund stehen.“

Vor allem ist es für die Clubs entscheidend, dass die letzte Rate der Mediengelder in Höhe von rund 300 Millionen Euro demnächst eingeht. Dies würde die wohl drohende Insolvenz für 13 Clubs erst einmal abwenden. Es wird erwartet, dass die DFL an diesem Donnerstag in der Sitzung die Überweisung vermeldet.