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Borussia Mönchengladbach mischt nach 4:1 in Düsseldorf weiter oben mit

Borussia Mönchengladbach : Thurams Leichtigkeit ist zurück

Borussia Mönchengladbach mischt nach dem 4:1 in Düsseldorf weiter oben mit und hat noch ein Nachholspiel in der Hinterhand.

Marcus Thurams Eckfahnen-Tanz vor der bebenden Gladbacher Kurve rief Erinnerungen hervor. Im September hatte der Franzose nach einem Doppelpack gegen Fortuna Düsseldorf sein typisches Siegesritual uraufgeführt, nun glänzte er als zweifacher Vorlagengeber erneut im Niederrhein-Duell. Prompt stülpte er das Trikot von Lars Stindl über die Fahne, später stürmte er in ein TV-Interview seines Mitspielers Florian Neuhaus.

Es war unübersehbar: Das 4:1 (1:1) glich für den Stürmer von Borussia Mönchengladbach einer Erlösung. "Man sieht, dass er sich ein bisschen Druck macht", sagte Trainer Marco Rose über den 22-Jährigen. "Am Ende wird er nur wieder Leichtigkeit bekommen, wenn er Tore schießt oder Tore vorbereitet. Daran misst sich ein Stürmer, heute hat er zwei vorbereitet. Ich hoffe, das hilft auf seinem Weg zurück."

Sechs Spiele war der Youngster, dessen Stern in der Bundesliga mit seinen beiden Toren im Hinspiel (2:1) aufgegangen war, zuletzt ohne Scorerpunkt geblieben. Gegen die in der zweiten Hälfte klar unterlegenen Düsseldorfer strahlte er am Samstagabend fast immer Gefahr aus. Thuram wählte kluge Laufwege, spielte clevere Pässe. Zwei Mal führten diese zur Führung. Zunächst traf Jonas Hofmann (22.) zum 1:0, dann antwortete Stindl (51.) nach einer fantastischen Kombination auf den zwischenzeitlichen Düsseldorfer Ausgleich von Erik Thommy (29.) mit der erneuten Führung. Wieder Stindl (77.) und Neuhaus (82.) machten den verdienten Auswärtssieg perfekt. Die Thuram-Party vor den 10 000 mitgereisten Gladbacher Fans konnte steigen.

"Ich möchte so viele Spiele wie möglich gewinnen", sagte Thuram bei Sky, wo er in das Gespräch von Lothar Matthäus und Neuhaus hineingeplatzt war und dann analysierte: "Die Mannschaft hat sich in der zweiten Halbzeit deutlich gesteigert, und Spieler wie Florian Neuhaus haben den Unterschied gemacht.“ Neuhaus absolvierte in der Tat sein wohl bestes Saisonspiel für die Fohlen. Den Grundstein für den Erfolg legte Rose aber in der Halbzeitpause, als er auf ein 4-3-3 mit Neuhaus auf der Zehnerposition und Stindl als zentralem Stürmer umstellte.

Die Gladbacher, die das ausgefallene Derby gegen den 1. FC Köln noch in der Hinterhand haben, stecken als Tabellenvierter weiter mittendrin im Titelgeschäft. Das pusht. "Möglich ist diese Saison schon einiges", sagte Torschütze Hofmann, „wir sind froh, für ein bisschen Furore zu sorgen."