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1. FC Saarbrücken kann Unterzahl von Viktoria Köln nicht nutzen: Unentschieden

Unentschieden trotz Gelb-Rot : 1. FC Saarbrücken kann Unterzahl von Viktoria Köln nicht nutzen

Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken muss weiter auf den nächsten Sieg warten. Trotz über 40-minütiger Überzahl kamen die Saarländer an diesem Samstag bei Viktoria Köln nicht über ein torloses Unentschieden hinaus.

So blieb 2705 Zuschauern im Sportpark Höhenberg vor allem eine Erkenntnis: Im Fußball kommt alles wieder. Der 1. FC Saarbrücken hat das in den letzten Jahren eher aus der Mode geratene Spielsystem 4-4-2 mit Raute im Mittelfeld wieder für sich entdeckt. Wie erwartet schickte FCS-Trainer Uwe Koschinat mit dieser Taktik die Elf von Beginn an auf's Feld, die in der zweiten Hälfte bei der 3:4-Niederlage gegen Wehen Wiesbaden fast noch die Wende geschafft hätte - also mit Mario Müller, Tobias Jänicke und Alexander Groiß für Nick Galle und Dave Gnaase, die beide auf der Bank saßen, sowie für Robin Scheu, der wegen Bänderriss zuschauen musste.

Schon nach drei Minuten hätte Minos Gouras die Gäste in Führung bringen können, scheiterte aber an Moritz Nicolas im Viktoria-Tor. Drei Minuten später stand dessen Gegenüber Daniel Batz im Mittelpunkt. Nach einem Ballverlust von Groiß stand plötzlich Kai Klefisch frei vorm Saarbrücker Gehäuse, Batz klärte mit dem Fuß an den Pfosten. Eine überragende Aktion des FCS-Pokalhelden. Überragend auch die Laufarbeit von Gouras, der nach 27 Minuten Nicolas umkurvte und den Ball über die Linie schob. Schiedsrichter Max Burda sah den Saarbrücker allerdings knapp im Abseits.

Gelb-Rot für Aaroon Berzel

Kurz danach musste Julian Günther-Schmidt vom Platz, er war in einem Zweikampf umgeknickt, konnte mit Verdacht auf Außenbandriss nicht weitermachen. Für ihn übernahm Gnaase die Spielmacherposition. Tore gab es in der ersten Hälfte nicht zu sehen - dafür aber die Rückkehr der "Sasic-Ecke". Zwei Saarbrücker Spieler gehen zum Eckball raus, um je nach Ansage eine kurze oder lange Ausführungsmöglichkeit zu haben. So ließ zuletzt der frühere FCS-Trainer Milan Sasic diese Standards ausführen.

Ab der 53. Minute spielten die Gäste dann in Überzahl. Der Ex-Elversberger Aaron Berzel sah nach einem Foul an Luca Kerber die Ampelkarte. Doch Saarbrücken machte zu wenig aus der zahlenmäßigen Überlegenheit. Jänicke scheiterte an Nicolas (75.), der eingewechselte Sebastian Jacob zielte knapp über den Winkel (86.) und auch in der fünfminütigen Nachspielzeit blieb Nicolas Endstation für Jänicke. 1000 mitgereiste FCS-Fans feierten ihre Mannschaft - dem enttäuschenden Ergebnis zum Trotz.