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Nach Notfall
Lautern-Coach Strasser auf dem Weg der Besserung

Musste in Darmstadt ins Krankenhaus gebracht werden: FCK-Trainer Jeff Strasser. Foto: Thomas Frey
Musste in Darmstadt ins Krankenhaus gebracht werden: FCK-Trainer Jeff Strasser. Foto: Thomas Frey FOTO: Thomas Frey
Kaiserslautern. Kaiserslauterns Cheftrainer Jeff Strasser ist nach der medizinischen Notfall-Behandlung in der Halbzeit des Spiels bei Darmstadt 98 auf dem Weg der Besserung. Dies teilte der Fußball-Zweitligist auf einer Pressekonferenz mit. Von Moritz Kreilinger, dpa

Kaiserslauterns Cheftrainer Jeff Strasser muss pausieren, ist nach der medizinischen Notfall-Behandlung in der Halbzeit des Spiels bei Darmstadt 98 aber auf dem Weg der Besserung.



Der Luxemburger befindet sich nicht mehr in stationärer Behandlung, teilte der Fußball-Zweitligist auf einer Pressekonferenz mit. Wann Strasser seine Tätigkeit wieder aufnehmen könne, sei aber noch ungeklärt, sagte ein Sprecher des 1. FC Kaiserslautern.

Im Pflichtspiel am Samstag (13.00 Uhr) gegen Fortuna Düsseldorf wird U23-Trainer Hans-Werner Moser als Interimscoach an der Seitenlinie stehen. Für den 52-Jährigen ist es das achte Spiel als Cheftrainer des 1. FCK. In der Saison 2004/05 war er einmal sogar in der Bundesliga eingesprungen. „Die Zeit ist kurz. Es ist jetzt nicht so wichtig, was im Training passiert, sondern wie die Mannschaft reagiert auf das, was in er Halbzeitpause passiert ist“, sagte Moser.

Der ehemalige FCK-Profi sieht sich nun insbesondere im mentalen Bereich gefordert, bis zum Spiel gegen die Fortuna bleibt ihm ohnehin nur eine Trainingseinheit. „Ich werde das Gespräch mit den Spielern suchen und versuchen, auf sie einzuwirken“, erklärte Moser. „Die Mannschaft muss den Kopf freibekommen und den Spagat zwischen den Vorkommnissen vom Mittwoch und dem morgigen Spiel schaffen.“

Trotz seiner Abwesenheit wird Strasser in alle taktischen und personellen Entscheidungen einbezogen. Moser bestätigte, dass er gemeinsam mit dem etatmäßigen Cheftrainer und dem restlichen Trainerteam alle Entscheidungen treffe.



Sportlich steht den Pfälzern ein harter Brocken bevor. Auch wenn es gegen den Tabellenführer aus Düsseldorf geht, steht das Schlusslicht Kaiserslautern mit sieben Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz unter enormem Erfolgsdruck. „In unserer Situation haben wir auch gegen den Ersten viel zu verlieren. Wir wollen aktiv ins Spiel gehen und Düsseldorf so aus dem Rhythmus bringen“, betonte Moser. Nach seiner verbüßten Rotsperre darf nun auch Torjäger Lukas Spalvis wieder ins Geschehen eingreifen.

Ein Nachholtermin für das am Mittwochabend abgebrochene Zweitligaspiel gegen Darmstadt 98 steht noch nicht fest. Mittelfeldspieler Christoph Moritz gab am Freitag auch einen Einblick in das seelische Befinden der Lauterer, nachdem die Begegnung in Darmstadt nicht fortgesetzt wurde. „An Fußball war an diesem Tag nicht mehr zu denken“, sagte er. „Wir waren alle sehr froh darüber, dass es schnell Entwarnung gab, was den Gesundheitszustand des Trainers angeht.“