| 13:45 Uhr

Länderspiele im September
Zehn Jungs für Jogi

Arne Meier (links) von Hertha BSC darf sich Chancen auf eine Nominierung für die Nationalmannschaft ausrechnen.
Arne Meier (links) von Hertha BSC darf sich Chancen auf eine Nominierung für die Nationalmannschaft ausrechnen. FOTO: REUTERS / HANNIBAL HANSCHKE
Am Mittwoch nominiert Bundestrainer Joachim Löw seinen Kader für die kommenden Länderspiel-Aufgaben. Enige junge Spieler dürfen auf eine Nominierung hoffen.

Nach dem Vorrunden-Aus bei der WM in Russland steht der deutschen Nationalmannschaft schon bei den kommenden beiden Länderspielen gegen Weltmeister Frankreich (6. September) und Peru (9. September) ein Umbruch bevor. Diese Spieler könnten zum Personal gehören.




Leroy Sane (Manchester City/22 Jahre/12 Länderspiele):

Hätte schon in Russland dabei sein können, Löws Verzicht auf den schnellen Flügelspieler wurde von vielen Experten als großer Fehler bezeichnet. Einer der wenigen deutschen Profis, die den oft zitierten Unterschied ausmachen können. Spielt bei einer der weltbesten Mannschaften (Manchester City) unter einem der weltbesten Trainer (Pep Guardiola).

Thilo Kehrer (Paris St. Germain/21/0):

Wechselte im Sommer für 37 Millionen Euro von Schalke 04 zu Paris St. Germain und spielt künftig Seite an Seite mit Superstar Neymar. Hat als damit teuerster Verteidiger aus der Bundesliga in seinen 59 Pflichtspielen für den Vizemeister fast immer überzeugt. Spielt bissig, schnell und aggressiv.

Philipp Max (FC Augsburg/24/0):

Wurde schon vor der Nominierung für Russland in die Nationalmannschaft gelobt, war für Löw aber kein Thema. Schlägt für den FC Augsburg brandgefährliche Flanken und bereitete in der vergangenen Saison als Außenverteidiger 13 Tore vor. Großer Vorteil: Hat einen starken linken Fuß, was im Weltfußball zur Seltenheit geworden ist.

Kai Havertz (Bayer Leverkusen/19/0):

Träger der Fritz-Walter-Medaille in Gold für den besten Spieler im U19-Bereich. Dürfte bei so ziemlich jedem großen Klub auf dem Zettel stehen. Hat die EM 2020 als mittelfristiges Ziel ausgegeben. Gab als Mittelfeldspieler jüngst selbstkritisch zu, noch mehr aus seinen Torchancen machen zu müssen.

Lukas Klostermann (RB Leipzig/22/0):

Flexibel auf beiden Seiten der Viererkette einsetzbar, spielt zuverlässig. Genießt das Vertrauen von Taktikfuchs Ralf Rangnick und wird wohl in der Europa League weiter internationale Erfahrung sammeln können. Wäre aufgrund seiner Schnelligkeit als Jugendlicher fast Leichtathlet geworden.

Jonathan Tah (Bayer Leverkusen/22/3):

Ist mit seinen 1,92 Metern und 92 Kilogramm im Strafraum nur schwer zu überwinden. Durfte sich schon einmal bei Löw beweisen, damals allerdings mit überschaubarem Erfolg. Gehört in der Innenverteidigung bei Bayer Leverkusen zu den absoluten Leistungsträgern. Nur schwer vom Ball zu trennen.

Serge Gnabry (Bayern München/23/2):

Gehörte als Leih-Spieler bei der TSG Hoffenheim zu den herausragenden Akteuren des künftigen Champions-League-Teilnehmers - wenn er nicht verletzt fehlte. Will sich bei Bayern München gegen Robben, Ribery und Co. beweisen und hat gute Chancen, das zu schaffen. Auf der Außenbahn pfeilschnell unterwegs.

Maximilian Philipp (Borussia Dortmund/24/0):

Seit 2017 Hoffnungsträger im BVB-Sturm, war zuvor drei Jahre beim SC Freiburg im Angriff oft auf sich allein gestellt. Sehr präsent und schnell, wird in der Champions League gegen die Großen Europas noch mehr Erfahrung sammeln.

Arne Maier (Hertha BSC/19/0):

Spielt bei Hertha BSC trotz seines jungen Alters schon eine tragende Rolle im Mittelfeld. Soll, so will es die Klubführung, zum neuen Gesicht des Hauptstadtvereins werden - am liebsten als Nationalspieler. Überzeugt mit starker Technik und Übersicht.

Mark Uth (Schalke/27/0):

War jahrelang kein Thema für die Nationalmannschaft, darf nach dem Rücktritt von Mario Gomez aber auf die späte Berufung hoffen. Einer der letzten echten Stoßstürmer mit deutschem Pass, entwickelte sich bei der TSG Hoffenheim in den vergangenen Jahren zum Torjäger.

(sef)