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Europa-League-Qualifikation
RB Leipzig müht sich zu Nullnummer gegen zehn Ukrainer

Nach acht Wochen feierte Nationalstürmer Timo Werner in der Euro-League-Qualifikation sein Pflichtspiel-Debüt. Doch RB Leipzig tat sich gegen die Ukrainer trotz personeller Überzahl schwer. Vor allem die Chancenverwertung war mangelhaft.

RB Leipzig hat die Gruppenphase in der Europa League fest im Visier. Die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick kam trotz numerischer Überzahl am Donnerstagabend im Playoff-Hinspiel bei FK Sorja Luhansk nur zu einem torlosen Remis, hat aber weiterhin beste Chancen aufs Weiterkommen. Das Rückspiel wird am kommenden Donnerstag in der Red Bull-Arena ausgetragen. Vor rund 5127 Zuschauern in der Slawutytsch-Arena von Saporischschja spielte RB ab der 16. Minute in Überzahl, da Bogdan Lednew wegen Nachtretens gegen Marcelo Saracchi die Rote Karte sah. Doch die vielen Chancen blieben ungenutzt.


Drei Tage vor dem schweren Bundesliga-Auftakt bei Borussia Dortmund kam Timo Werner acht Wochen nach seinem letzten WM-Spiel gegen Südkorea zu seinem Pflichtspiel-Debüt. Der Nationalstürmer musste zuletzt wegen einer Magen-Darm-Erkrankung pausieren. Nicht in der Startelf stand überraschend der Schwede Emil Forsberg. Zudem hatte Rangnick die angeschlagenen Offensivkräfte Jean-Kevin Augustin, Marcel Sabitzer und Kevin Kampl in Leipzig gelassen.

Das 360 Kilometer von Luhansk in Saporischschja angepfiffene Spiel begann mit einer Schrecksekunde: Nach Vorarbeit von Rafael Ratão hatte Lednew die Führung auf dem Fuß, doch der Schweizer RB-Keeper Yvon Mvogo verhinderte mit toller Parade in der ersten Minute den Führungstreffer der Gastgeber.



Danach übernahmen die in blau-gelb spielenden Sachsen das Zepter. Werner (13./17./23.) hatte mehrmals die Chance zur Führung: Erst zog der Stürmer aus 18. Metern ab und hatte in dem brasilianischen Keeper Luiz Felipe seinen Meister, dann rettete Luhansk nach einem Solo von Werner knapp vor der Linie, ehe ein weitere Schuss von ihm abgefälscht wurde.

„Beim Abschluss mangelt es noch ein bisschen. Wichtig ist, dass die Null stehen bleibt und wir ein Tor machen, das wäre die ideale Ausgangsposition“, sagte RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff in der Halbzeitpause. Das Team legte nach Wiederanpfiff ein höheres Tempo vor. Doch die Chancenverwertung war weiterhin mangelhaft. Erneut Glück hatte RB in der 57. Minute: Sekunden nach seiner Einwechslung zog Wladislaw Kochergin im Strafraum ab, der Ball ging aber knapp drüber. Nach einer Stunde brachte Rangnick mit Forsberg (für Mukiele) neue Impulse ins RB-Spiel. Nach Vorarbeit von Saracchi zog der Schwede aus 16 Metern ab, der Ball segelte knapp übers Tor (73.). Danach drückte Leipzig weiter. Luhansk verteidigte clever und kämpferisch.

(ako/dpa)