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Chris Paul
Basketballer täuscht Schiri und kriegt die Quittung

Chris Paul (links) gegen den Deutschen Dennis Schröder.
Chris Paul (links) gegen den Deutschen Dennis Schröder. FOTO: USA TODAY Sports / Rob Ferguson
Der Frust bei den Houston Rockets über die bislang miese Saison muss riesig sein. Am Schiedsrichter sollten die Spieler das aber besser nicht auslassen. Chris Paul weiß das jetzt.

Bei den Houston Rockets läuft es in dieser Saison alles andere als rund. In der NBA, der besten Basketball-Liga der Welt, hat das Team in zehn Spielen erst vier Siege eingesammelt. Platz zwölf in der Western Conference reicht nicht einmal für die Teilnahme an den Play-offs. Das ist deutlich zu wenig für eine Mannschaft, die vor der Saison als Herausforderer des Titelverteidigers Golden State Warriors genannt wurde.


Wie es um das Nervenkostüm der Spieler bestellt sein muss, wurde beim Spiel gegen die Oklahoma City Thunder um den Deutschen Dennis Schröder erneut deutlich. Es läuft das letzte Viertel, die Niederlage der Rockets zeichnet sich schon ab. Aufbauspieler Chris Paul postet am Rande der Zone gegen Schröder auf, der Schiedsrichter unterbricht und entscheidet auf Ballbesitz Thunder. Paul nimmt den Ball, tut so, als würde er ihn zum Schiri passen, aber zieht in letzter Sekunde zurück. Der Schiedsrichter, der noch versucht hatte, den Ball zu fangen, gibt dem Aufbauspieler ein technisches Foul.

Es ist nicht das erste Mal in dieser Saison, dass sich Paul die Nerven verliert. Im Spiel gegen die Los Angeles Lakers im Oktober geriet er mit Gegenspieler Rajon Rondo aneinander. Die Fäuste flogen. Zwei Spiele Sperre waren die Folge.



Auf die sportliche Krise haben die Rockets bislang keine Antwort gefunden. "Wir spielen gerade einfach nur Müll. Ich habe aber auch keine großen Antworten darauf. Wir werden sehen, und wir werden kämpfen", hatte Mike D’Antoni, der Coach der Texaner, schon Ende Oktober gesagt. "Wir haben uns selbst in ein Loch eingegraben, nun müssen wir uns auch selbst wieder ausgraben."

(sef)