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Bundesliga boomt weiter
BVB erneut Dauertkarten-Meister - Fortuna im Mittelfeld

Die Bundesliga boomt weiter. Die Zahl der Dauerkartenverkäufe blieb bei fast allen Vereinen konstant oder lag sogar höher. Liga-Krösus bleibt wie gewohnt Borussia Dortmund. Aufsteiger Fortuna Düsseldorf landete im Mittelfeld.

Keine Spur von WM-Frust: Trotz der enttäuschenden Weltmeisterschaft mit dem deutschen Vorrunden-Aus in Russland ist das Interesse an der Bundesliga ungebrochen. Fast alle der 18 Klubs in der höchsten deutschen Spielklasse konnten die Zahl der Dauerkartenverkäufe im Vergleich zu den Vorjahren konstant halten oder sogar erhöhen.


Krösus im Bereich der Jahreskarten ist weiterhin Borussia Dortmund. Der achtmalige deutsche Meister verkaufte die eigene Maximalzahl von 55.500 Dauerkarten. Im Vergleich zum Vorjahr hob der BVB das Kontingent um 500 Karten an. Auf dem zweiten Platz landete Schalke 04. Die Königsblauen brachten - wie in den Vorjahren - die selbst auferlegte Höchstzahl von 43.935 Dauerkarten an den Fan.

Rekordmeister Bayern München gab 38.000 Dauerkarten in den Verkauf, das entspricht nur knapp über der Hälfte der Stadionkapazität. Diese liegt bei 75.000 Plätzen. Dennoch sind bereits alle Heimspiele der Münchner ausverkauft.



Großes Interesse zeigten die Anhänger von Pokalsieger Eintracht Frankfurt. Die Hessen erhöhten ihr Dauerkarten-Kontingent um 2000 Tickets auf 30.000. Der teuerste Platz für alle 17 Heimspiele kostet in Frankfurt 803 Euro, so viel wie in keinem anderen Stadion. Dafür liegt der Preis für den Stehplatz bei moderaten 180 Euro, nur drei Vereine sind noch günstiger.

Dazu gehört unter anderem der VfL Wolfsburg. Die Preisspanne reicht von 130 Euro für den Stehplatz bis zu 400 Euro für die teuerste Dauerkarte, beides Tiefstwerte der Liga. Dennoch mussten die Niedersachsen als einziger Klub einen Rückgang bei den Dauerkartenverkäufen hinnehmen. Nach der zweiten Relegation in Folge wurden nur noch 18.000 Jahreskarten verkauft. Im Vorjahr waren es noch 20.500 gewesen.

Die teuersten Stehplatz-Dauerkarten wurden in Stuttgart und in Dortmund angeboten, beide Klubs verlangten jeweils 215 Euro für die Jahreskarte. Dem Interesse tat es aber auch dort keinen Abbruch: Neben den Dortmundern brachten auch die Stuttgarter ihr gesamtes - und um 1000 Plätze erhöhtes - Kontingent an den Fan. Für den günstigsten Sitzplatz mussten die Fans des SC Freiburg besonders tief in die Tasche greifen. Die Breisgauer verlangten 445 Euro. Aber auch dort sind die 15.000 Dauerkarten restlos vergriffen.

Fortuna verdoppelt Zahl der verkaufen Dauerkarten

Einen Sprung bei den Verkäufen machten erwartungsgemäß die beiden Aufsteiger Fortuna Düsseldorf und der 1. FC Nürnberg. Die Rheinländer verkauften 24.000 Jahreskarten und verdoppelten damit die Zahl im Vergleich zur vergangenen Zweitliga-Saison. In Nürnberg war das Interesse mit 25.000 Dauerkarten sogar noch ein wenig höher. Damit wurden 6500 mehr verkauft als im Vorjahr.

Der FSV Mainz 05 wollte aufgrund neuer Werbemaßnahmen für die Dauerkarten noch keine Verkaufszahl nennen. Man sehe jedoch einen Trend vom Erwerb von Dauerkarten hin zum Erwerb von Tageskarten, teilten die Rheinhessen mit.

(SID)