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Große Unterstützung
Nachwuchs-Basketballer nach Straßenbahn-Unfall gelähmt

Ein Basketball landet im Korb. (Symbolbild)
Ein Basketball landet im Korb. (Symbolbild) FOTO: lber
Der frühere Dresdner Pro-B-Profi Noah Yannick Berge wird nach einem Unfall mit einer Straßenbahn von Hals abwärts gelähmt bleiben. Eine Freundin bat um Spenden. Auch sein ehemaliger Verein unterstützt ihn. Von Christina Rentmeister

Der junge Basketball-Profi Noah Yannick Berge wollte in dieser Woche sein Studium in Jena beginnen. Jetzt liegt er auf der Intensivstation der dortigen Unfallklinik. Am vergangenen Donnerstag wurde er in Jena von einer Straßenbahn überfahren und lebensgefährlich verletzt. Eine Notoperation rettet sein Leben, allerdings wird er querschnittsgelähmt bleiben – vom Hals abwärts. Das geht aus einem Spendenaufruf hervor, den eine Freundin des Basketballers in Absprache mit dessen Familie auf der Plattform GoFundMe gestartet hat. „Ich würde alles dafür geben, diese Zeilen hier niemals schreiben zu müssen... Ich versuche es dennoch, weil es so viel helfen würde, dieses unfassbare Schicksal von unserem Noah wenigstens aus existenzieller Sicht ansatzweise erträglich zu machen“, schrieb sie.


Und der Aufruf zeigte in der Basketball-Familie und darüber hinaus Wirkung. Auch Berges Basketball-Verein Dresden Titan teilte die schreckliche Nachricht und den Spendenaufruf. Für die Dresdner spielte der 20-Jährige zuletzt in der Pro B, der 3. Liga. Als Jugendlicher spielte er in Chemnitz Bundesliga-Basketball. Nun wollte der Leipziger Sport studieren.

Der Fanklub der Dresden Titans wird beim nächsten Heimspiel den Erlös aus den „Becherspenden“ an der Pfandabgabe für Berge zur Verfügung stellen. Bayern Münchens Geschäftsführer Marko Pesic überwies 1000 Euro an die Aktion. Insgesamt sind bereits fast 39.000 Euro (Stand Mittwoch 12.50 Uhr) zusammengekommen. Der aktuelle Spendenstand sowie die Spender werden auf der Plattform veröffentlicht. Spendenziel sind 60.000 Euro.



Mit den Spenden sollen Berge und seine Mutter unterstützt werden. Berge wird eine langwierige Reha benötigen. Außerdem muss das Lebensumfeld auf einen Rollstuhl ausgerichtet werden: „Als Alleinerziehende von Noahs kleinem Bruder hat seine Mama wenig finanzielle Möglichkeiten, zumal wir alle gar nicht absehen können, ob sie jemals wieder arbeiten kann. Noah wird so viel brauchen, es fehlt mir allein am klaren Kopf alles aufzulisten... Zunächst wird es Therapien/Reha-Maßnahmen brauchen, dann wollen wir ihn natürlich irgendwie bei uns haben, sprich Umzug/Umbau wird ein Thema werden, dazu Pflegekräfte und Pflegemittel und vieles mehr. Es ist jetzt noch gar nicht abzusehen, was da alles auf uns zukommt - doch jeder Cent wird dringend gebraucht werden und einzig und allein Noah zukommen, da könnt ihr ganz sicher sein!!!“, schrieb die Freundin in dem Spendenaufruf.