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Basketball-Nationalspielerin Fikiel fürchtet den finanziellen Ruin

Basketball-Bundesliga der Frauen : Nationalspielerin Fikiel fürchtet den finanziellen Ruin

Basketball-Nationalspielerin Katharina Fikiel hat angesichts der Corona-Krise Angst vor dem Ruin. „Das ist eine Katastrophe, ich fürchte um meine Existenz“, sagte die 32-Jährige vom Herner TC im Interview mit dem Magazin „Der Spiegel“.

Ihr Vertrag laufe im Juli aus, und niemand wisse, wie es weitergeht. Zudem sei es ihr nicht möglich gewesen, allein durch den Sport größere finanzielle Rücklagen aufzubauen. „Hinzu kommt die emotionale Belastung. Ich lebe vom Wettkampf, vom Gefühl, etwas geschafft zu haben, von der Aussicht auf Erfolge, vom täglichen Training, vom Adrenalin. Das alles fällt jetzt weg“, berichtete Fikiel.

Sie gerate in einen „deprimierenden Trott“, ab August werde sie ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten können. Ziehe sie die Miete vom Arbeitslosengeld ab, „bleiben mir 100 Euro. Es ist entscheidend für mich, dass Ende April die Ausgangsbeschränkungen gelockert werden“.

Im Gegensatz zu vielen Fußballprofis, die Millionäre seien, gehe es bei ihr und ihren Kolleginnen darum, „dass wir nicht auf der Straße landen und schon in wenigen Monaten nichts mehr haben“, sagte Fikiel, die keine Ausbildung hat: „Die mache ich gerade nebenbei und muss sie auch finanzieren.“

Die Frauen-Bundesliga (DBBL) hatte die Saison am 13. März einen Spieltag vor Abschluss der Hauptrunde abgebrochen. Einen Meister wird es nicht geben, ebenso wird kein Verein absteigen. Somit kann der BC Saarlouis, der zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs als Vorletzter auf einem sicheren Abstiegsplatz stand, auch in der kommenden Runde in der Bundesliga an den Start gehen.