Basketball: Fünf Spieler aus der NBA spielen für Deutschland bei der WM

Kader für Basketball-WM steht : Mit viel NBA-Erfahrung zur WM nach China

Fünf Spieler aus der US-Profiliga stehen im Aufgebot des Deutschen Basketball-Bundes für die Titelkämpfe. Der erste Test ist in Trier.

Henrik Rödl sprach ruhig und gelassen, doch der Basketball-Bundestrainer strotzte vor Selbstbewusstsein. „Wir haben vor niemandem Angst“, sagte Rödl, nachdem er am Donnerstag in Hamburg seinen vorläufigen Kader um Starspieler Dennis Schröder und vier weitere NBA-Profis für die WM in China (31. August bis 15. September) bekannt gegeben hatte: „Wir werden mit breiter Brust überall reingehen. Wie weit uns das trägt, wird sich zeigen.“

Fest steht, dass Rödls Team das Zeug hat, im Reich der Mitte zu begeistern. Angeführt wird das Aufgebot von Spielmacher Schröder von Oklahoma City Thunder, aus der NBA sind zudem Maximilian Kleber (Dallas Mavericks), Daniel Theis (Boston Celtics), Moritz Wagner und Isaac Bonga (beide Washington Wizards) dabei.

„Uns ist es gelungen, einen sehr, sehr spannenden Kader zusammenzustellen“, sagte Rödl, mit „viel Talent“ und einer Tiefe „wie noch nie“, sagte der 50-Jährige: „Ob wir in der Spitze so gut sind und uns mit Mannschaften, die in der Vergangenheit die Medaillen gewonnen haben, messen können, wird die Zukunft zeigen. Ich glaube, dass wir das Potenzial dazu haben – aber das müssen wir jetzt natürlich auch beweisen.“

Auf diesem Weg soll Jung-Papa Schröder den Unterschied ausmachen. „Dennis ist klar der Anführer und auf seiner Position einer der besten Spieler der Welt“, sagte Rödl: „Er hat eine Qualität, die für uns super ist und unseren Spielstil prägen wird. Er ist der Mann, der sehr, sehr wichtig ist für uns.“

Angesichts der vielen prominenten Namen in der Mannschaft wachsen natürlich auch die Erwartungen. Ingo Weiss, Präsident des Deutschen Basketball-Bundes, gab ganz klar die Olympia-Qualifikation als Ziel aus. „Der Kader ist sehr gut, keine Diskussion“, sagte er: „Unsere Spieler träumen von Olympia.“ Um in Tokio 2020 dabei zu sein, muss Deutschland in China unter den besten zwei europäischen Teams landen. Oder sich für ein weiteres Quali-Turnier empfehlen, in dem die Vorrunde überstanden wird.

Dies sollte für Schröder und Co. durchaus machbar sein. Deutschland trifft am 1. September (14.30 Uhr MESZ) in Shenzhen zunächst auf Frankreich. Die weiteren Gegner in der Gruppe G sind die Dominikanische Republik und Jordanien.

„Es kribbelt auf jeden Fall“, sagte Rödl nun zum Start der heißen Vorbereitung. Am kommenden Montag versammelt der EM-Held von 1993 sein Team in Trier zum Auftaktlehrgang, um „zusammenzufinden und eine Spielkultur aufzubauen“. In Trier bestreitet das Team am 11. August gegen Schweden auch das erste Testspiel, danach steht der Supercup in Hamburg (16. bis 18. August) auf dem Programm. Anschließend steigen Schröder und Co. in den Flieger nach Asien, wo in Japan weitere Testduelle anstehen und der Kader auf zwölf Spieler reduziert wird.

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