Sonnenstrom vom Kohlelager

Sonnenstrom vom Kohlelager

Mit dem dritten Bauabschnitt der Photovoltaik (PV)-Anlage Mellin in Sulzbach ist gestern das größte PV-Projekt des Saarlandes ans Netz gegangen. Die Anlagen Mellin eins bis drei breiten sich auf einer Fläche von 19,5 Hektar aus und bringen es auf eine Leistung von 8,85 Megawatt bei voller Sonneneinstrahlung (MWp).

Die PV-Felder stehen auf dem ehemaligen Kohlesturzplatz der Sulzbacher Grube Mellin. "Es ist das größte Projekt, das bisher auf einer ehemaligen Fläche des Bergbau-Konzerns RAG verwirklicht wurde", sagte Rudolf Krumm, Repräsentant Saar der Grundstücksverwertungs-Gesellschaft RAG Montan Immobilien (RMI). Die Vermarktung der PV-Flächen läuft über die Firma Montan-Solar, an der RMI und die Projektgesellschaft Wirsol Solar (Waghäusel) beteiligt sind. Montan Solar verkauft Kommandit-Anteile an institutionelle Investoren (Versicherungen, Pensionsfonds) und vermögende Privatleute.

Bisher wurden auf diese Weise sechs Solar-Anlagen auf 31 Hektar ehemaliger Bergbau-Flächen verwirklicht. Hierzu zählen neben dem Solarfeld in Mellin unter anderem die Anlage auf dem ehemaligen Kohlenlagerplatz Velsen. Demnächst soll eine weitere Anlage auf dem Areal der früheren Grube Dechen (Heinitz) ans Netz gehen. Sie bringen es insgesamt auf eine Leistung von 15,5 MWp. "Bis Ende des Jahres wird die RAG rund 35 Millionen Euro in solche Anlagen investieren", erläuterte RAG-Vorstand Jürgen Rupp. Wirtschaftsminister Heiko Maas (SPD) bekräftigte, "dass wir den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben wollen". Die in Mellin verbauten Solar-Panels stammen allerdings nicht aus deutscher, sondern chinesischer Produktion.