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Leserbrief Nationalhymne
Sollen wir auch Vaterschiff sagen?

  1841 wurde das Gedicht „Das Lied der Deutschen“ von August Heinrich von Fallersleben verfasst. 1922 wurde es vom damaligen Reichspräsidenten Friedrich Ebert für die Nationalhymne bestimmt. 1991 haben Richard von Weizsäcker und Helmut Kohl festgestellt, dass die dritte Strophe des Gedichts die Nationalhymne der BRD sei. Frau Kirstin Rose-Möhring will nun den Text dieser Hymne geändert haben, indem sie die Wörter „Vaterland“ durch „Heimatland“ und „brüderlich“ durch „couragiert“ ersetzen möchte. Abgesehen von diesem Ansinnen sollte sie doch wissen, dass man den Text eines solchen Gedichts nicht einfach ändern kann, zumal „brüderlich“ und „couragiert“ nicht die gleiche Bedeutung haben. Was würde Frau Rose-Möhring denn sagen, wenn Menschen aus unserem Land Anstoß fänden an den Wörtern „Mutterboden“, „Mutterwitz“, „Mutterschiff“, oder „Mutterkonzern“? Sollten die Wortteile „Mutter“ etwa durch „Vater“ ersetzt werden?