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Haus für Abwesenheit sichern
So übersteht das Haus den Winterschlaf

Die Heizung lässt man am besten auch im Urlaub weiterlaufen, wenn auch etwas heruntergeregelt.
Die Heizung lässt man am besten auch im Urlaub weiterlaufen, wenn auch etwas heruntergeregelt. FOTO: dpa-tmn / Christin Klose
Sankt Augustin. Schlüssel umdrehen und ab in den Winterurlaub – das Haus bleibt verlassen zurück. Ein paar Tipps zur Urlaubsvorbereitung.

() Verreisen die Bewohner, sollte das Haus nicht komplett im Winterschlaf versinken. Sonst drohen gravierende Schäden. Auch ein leerstehendes Ferienhaus oder eine Gartenlaube braucht eine gewissenhafte Vorbereitung auf die kalten Tage. So sollte das Wasser im gesamten Haus vollständig abgestellt werden. Das geschieht am besten direkt am Haupthahn. Die Wasserhähne selbst sollten dann geöffnet werden. Außerdem rät Andreas Braun vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima in Sankt Augustin bei Bonn: „Alle Leitungen, die aus dem Haus ins Freie führen, müssen entleert werden. Das gilt besonders auch für Rohre, die frei auf dem Grundstück verlegt und direkt dem Frost ausgesetzt sind.“


 Die Heizung lässt man hingegen am besten weiterlaufen. „Auch wenn die Bewohner monatelang nicht da sind, ist es besser, sie auf kleinster Leistungsstufe durchlaufen zu lassen“, sagt Heizungsexperte Braun. „Sonst besteht die Gefahr, dass die Heizung bei starkem Frost einfriert.“ Je länger das Haus im Winter leer steht, desto niedriger können die Raumtemperaturen sein, die zum Beispiel über eine zentrale Winterabsenkung der Anlage erzielt werden. „Ist aber nur ein paar Wochen niemand zu Hause, sollte ein erträglicher Mindestwert eingestellt werden“, ergänzt Braun. „Dann kühlt das Haus nicht so sehr aus und lässt sich bei Bedarf schneller wieder angenehm temperieren.“ Grundsätzlich raten Experten dazu, dass es nicht weniger als 16 Grad werden sollten.

Auch bei Abwesenheit sind Hausbesitzer zum Räumen der Wege an ihrem Haus von Schnee und Eis verpflichtet. „Hausbesitzer sollten damit am besten eine Dienstleistungsfirma beauftragen“, rät Wagner.



Man spart Geld, wenn man den Kühlschrank vor der Abreise ausräumt und das Tiefkühlfach abtaut. „Dann ist aber unbedingt die Tür offen zu halten, sonst bildet sich Schimmel“, erklärt Julia Wagner vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland in Berlin. Sonstige Lebensmittelvorräte, die nicht fest verschlossenen sind, sollten entfernt werden, um kein Ungeziefer anzulocken.

Noch ein Tipp:Wo etwas herumliegt, haben Einbrecher es besonders einfach. Daher gilt, ob man ein Ferienhaus für den Winter abschließt oder sein reguläres Zuhause für eine Zeit verlässt: Wertsachen verräumen oder mitnehmen. Um sich vor Blicken von außen zu schützen, helfen dichte Vorhänge vor den Fenstern, die zugezogen werden, rät Wagner von Haus & Grund Deutschland. Wer auch die Rollläden schließt, macht es Dieben schwerer, vor allem, wenn die Rollläden über einen Hochschiebeschutz verfügen. „Allerdings muss man bedenken, dass über längere Zeit geschlossene Rollläden immer auch ein Hinweis für potenzielle Einbrecher sein können, dass niemand zu Hause ist“, ergänzt Wagner. Das mag besonders für normale Wohnhäuser zutreffen, die nur zeitweise verlassen sind und wo Einbrecher eher Wertgegenstände finden als in winterfest gemachten Ferienhäusern. Nachbarn oder Bekannte sollten also immer mal wieder die Rollläden hochziehen.

In einem über längere Zeit leerstehenden Haus kann eine Alarmanlage sinnvoll sein. „Allerdings nutzt es nichts, wenn sie nur so in der Gegend herumpfeift und niemand es hört“, sagt Helmut Rieche von der Initiative „Nicht bei mir!“. Modelle mit Fernzugriff sind hier gut. Hausbesitzer können zum Beispiel die Alarmanlage mit ihrem Smartphone vernetzen. „Dann müssen sie aber sicherstellen, dass in kurzer Zeit jemand zum Haus fährt, entweder Nachbarn oder ein Sicherheitsdienst“, erläutert Rieche.

Ebenso wie bei Einbrüchen kann die Technik hilfreich sein, wenn das Haus durch Naturereignisse oder Vandalismus beschädigt wird. „Da solche Schäden sehr teuer werden können, wenn sie nicht umgehend beseitigt werden, lohnt sich eine Alarmanlage, die zusätzlich mit einem Sensor ausgestattet ist, der bei Wasser- oder Sturmschäden reagiert“, erklärt Rieche.

(dpa)