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Leserbrief Fußball/Steuer/Kommentar von Gerrit Dauelsberg
Sicherheit ist Sache des Veranstalters

  Es ist lobenswert, dass SZ-Kommentator Gerrit Dauelsberg versucht, eine Lanze für die arme DFL, die finanziell dahinsiechenden Vereine und deren Fans zu brechen. Doch hat er vielleicht übersehen, dass jeder Menge Steuerzahler die Fußballbundesliga schlichtweg am A ... vorbeigeht, sie diese aber doch ungefragt unterstützen und auch noch Einbußen an der eigenen Sicherheit hinnehmen müssen, weil die Polizei private Veranstaltungen schützen muss. Sicherlich ist es Aufgabe der Polizei, Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abzuwehren (Paragraph eins, Saarländisches Polizeigesetz). Das bedeutet natürlich auch, dass die Polizei Schlägereien, Sachbeschädigung, Plünderung und so weiter zu verhindern hat. Aber was würde denn passieren, wenn mal jemand Verantwortliches die Angelegenheit Bundesligaspiel grundlegend überdachte? Müsste er nicht unweigerlich zum Schluss kommen, dass das Übel an der Wurzel zu packen ist, die Ursache der Gefahren für die Öffentlichkeit abzustellen ist? Klar, es gibt ein Übermaßverbot. Bundesligaspiele zu untersagen, wäre sicher ein Verstoß dagegen. Aber den Veranstalter zu verpflichten, für Sicherheit zu sorgen (nicht nur im Stadion, sondern auch drumherum), könnte geboten sein. Und ihm die Kosten für die eventuelle Missachtung dieser Verpflichtung aufzuerlegen, wäre logisch.

Andreas Jäckel, Saarbrücken