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Leserbrief Grundschulen
Schuld sind andere, nie er selbst

Grundschulen I

In den Berichten zeigt Minister Commerçon, wie fern er von seinen Arbeitsgebieten ist. Ich muss annehmen, er kennt die Realität in Schulen kaum, so verkennt er eigenes Versagen: die übereilte Inklusion, sein Bemühen, Förderschulen, auslaufen zu lassen, die Konzeptionslosigkeit bei der Massenaufnahme von Migrantenschülern, sein Bemühen, Leistungsforderungen herunterzudrücken, nur fördern – nie fordern. Wütend wütend macht mich die Schuldzuweisung für Missstände in Schulen an die Sozial-, Jugend-, Gesellschaftspolitik oder den Bund. Schuld sind immer andere, nie er selbst. Natürlich kann und soll die Schule nicht die Probleme des Elternhauses und der Gesellschaft lösen, aber sie muss sich darauf einstellen. Dazu braucht sie die Entlastung der Schulleitung, kleinere Klassen, Helferstunden für Klassenlehrer, eine Hausmeisterassistenz und Stärkung der Autonomie der Schule, auch gegen Eltern und Politik. Den Pädagogen müssen Schule und Bildung nicht genommen, sondern zurückgegeben werden.