Schüler-Ferienfest: Noch hält sich Saarbrücken bedeckt

Schüler-Ferienfest: Noch hält sich Saarbrücken bedeckt

St. Wendels Bürgermeister Peter Klär (CDU) spricht bereits davon, dass saarländische Schüler zum Auftakt der Sommerferien auch künftig in der Landeshauptstadt feiern. Zurückhaltender reagiert seine Amtskollegin, Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD). Sie sieht noch reichlich Abstimmungsbedarf, ob und wie ein Schülerferienfest in der City ablaufen könnte. Das teilt ihr  Stadtpressesprecher Thomas Blug mit. „Derzeit prüfen wir, ob die Veranstaltung im Umfeld des Staatstheaters an dem Freitag nach dem Altstadtfest zum Ferienbeginn stattfinden kann.“ Feuerwehr, Polizei und Untere Bauaufsicht  seien eingebunden. In In der kommenden Woche soll es ein Treffen zwischen Vertretern der Stadtverwaltung und des Saarländischen Rundfunks (SR) geben. Themen: Organisation und Finanzen.

Der SR hatte 1981 den fürs Publikum kostenlosen Konzertreigen unter freiem Himmel ins Leben gerufen. In den ersten Jahren hatte er in der Innenstadt seine Heimat, bevor er als Halberg-Open-Air zum Senderstandort umzog. Jetzt trennt sich der SR wegen der Produktionskosten davon. Nach Aussage des Intendanten Thomas Kleist verschlang es zuletzt 350  000 Euro. Für den Sender sei dies  nicht mehr tragbar.

Die ursprüngliche Idee, das Schüler-Open-Air wie das Altstadtfest auf dem St. Johanner Markt zu veranstalten, sei mittlerweile „aus Sicherheitsgründen“ vom Tisch, sagt Stadtsüprecher Blug.  Auch St. Wendel hatte Interesse, das Fest fortzuführen. Doch  Kleist, der in dieser Stadt lebt, sprach sich für einen zentraleren Ort aus. Gleichzeitig dementierte er, dass die Entscheidung bereits für Saarbrücken gefallen sei. Auch Merzig hatte seine Fühler ausgestreckt.

Unabhängig vom  Standort des Festivals plädiert Lothar Schnitzler, kulturpolitischer Sprecher der Linken im Saarbrücker Stadtrat, für den Erhalt. Er spricht von einem „hochwertigen Musikprogramm“  und „vielen interessanten Angeboten und Aktionen“ für jährlich Tausende von Besuchern. Das Open-Air repräsentiere den  „langersehnten Schlusspunkt eines stressigen Schuljahres“, verteidigt Schnitzler den aus seiner Sicht zwingenden Fortbestand.  Schnitzler verstehe nicht, dass der SR „die gerade für Jugendliche sehr attraktive Veranstaltung“ streichen möchte.

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