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| 21:13 Uhr

Schluckt Conti jetzt Schaeffler?

München. Die auf einen Abgrund zutreibende Übernahme der Hannoveraner Continental durch den weit kleineren Familienkonzern Schaeffler steht unter neuen Vorzeichen. Als eine Möglichkeit wird jetzt die Eingliederung der fränkischen Schaeffler-Gruppe in das niedersächsische Unternehmen geprüft. Das bestätigten Sprecher der beiden Autozulieferer auf Anfrage. Entschieden sei aber noch nichts

München. Die auf einen Abgrund zutreibende Übernahme der Hannoveraner Continental durch den weit kleineren Familienkonzern Schaeffler steht unter neuen Vorzeichen. Als eine Möglichkeit wird jetzt die Eingliederung der fränkischen Schaeffler-Gruppe in das niedersächsische Unternehmen geprüft. Das bestätigten Sprecher der beiden Autozulieferer auf Anfrage. Entschieden sei aber noch nichts. Die Beratungsgesellschaft Roland Berger bewertet im Auftrag des Gläubigerkonsortiums unter Führung der Commerzbank das Szenario, berichtete das "Handelsblatt". Die Überführung der Schaeffler-Gruppe in den Conti-Konzern "ist ein Modell, das funktionieren könnte. Und es scheint derzeit das einzige Modell zu sein", habe es in Gläubigerkreisen geheißen. Was es am Grundproblem der Überschuldung des Duos ändert, wenn Conti in Umkehrung bisheriger Machtverhältnisse Schaeffler schluckt, blieb offen. Zusammen stehen beide Konzerne vor einem Schuldenberg von 23 Milliarden Euro. Hinter den Kulissen tobt seit Monaten ein Kampf um Staatshilfe, Entschuldung und Macht. Dabei mischen neben der Herzogenauracher Schaeffler-Familie und den Conti-Managern auch Landespolitiker vor allem in Bayern und Niedersachsen sowie Gläubigerbanken und der Bund mit.Streitpunkt Finanzierung Den hinter Conti stehenden Kräften zufolge wäre es für die Hannoveraner als Dachkonzern leichter, sich über den Kapitalmarkt zu refinanzieren. In der Bankenkrise sei es egal, ob Conti oder Schaeffler um eine Finanzspritze bettelt, heißt es im anderen Lager. Die Milliardensummen, um die es geht, seien am Markt nicht zu haben. Daneben werden politische Argumente angeführt. Weil bei Schaeffler größerer Jobabbau droht, seien Staatshilfen eher vermittelbar, wenn sie an Conti als Führungskonzern fließen, meinen Conti-Befürworter. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) wiederum kämpft für Staatshilfen an Schaeffler, um eigene Standortinteressen zu vertreten. Vor Sommer erwartet kein Beteiligter, dass ein Lösungsvorschlag auf den Tisch kommt, den der Bund als Basis für Staatsgarantien nehmen könnte. tmh/ddp