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| 21:13 Uhr

Scheitholz aus dem Wald wird zu Strom

Saarbrücken. Holz kann nicht nur für Wärme in den eigenen vier Wänden sorgen, sondern gleichzeitig auch Strom liefern

Saarbrücken. Holz kann nicht nur für Wärme in den eigenen vier Wänden sorgen, sondern gleichzeitig auch Strom liefern. Diese Idee war Grundlage der Kombination eines Scheitholzkessels mit einem Stirling-Motor, den das Institut für Zukunftsenergiesysteme (IZES) gestern im Forsthaus Sulzbach zusammen mit den Projetpartnern, dem Saarforst Landesbetrieb und der Heizkesselfirma Hoval vorgestellt hat. Gefördert wurde das Projekt durch die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Die Anlage, ursprünglich für entlegene Höfe und Orte gedacht und jetzt über zwei Jahre auf Praxistauglichkeit gestestet, heizt nicht nur das Haus, sondern speist auch Strom ins öffentliche Netz ein. Für den Saarforst als einen der größten Biomasseproduzenten in der Region mit vielen Kleinkunden ist die Technik ein Zukunftsthema "Wir wollten das Institut dabei unterstützen, hier völliges Neuland zu betreten", sagte Hubertus Lehnhausen vom Betreiber Saarforst. Das Besondere an der Anlage: Der Stirling-Motor selbst läuft nahezu abgasfrei, weil hier Gas in einem geschlossenen System von außen erhitzt wird, in diesem Fall durch Feuerholz. Das Hauptproblem: Der Motor selbst verbraucht im Betrieb Energie, anfangs waren das 29 Prozent der eingesetzten Energie, jetzt sind es noch acht Prozent. Auch den Stand-By-Verbrauch konnten die Forscher um 40 Prozent senken. Die Anlage erreicht nun einen Nutzungsgrad von 80 Prozent. Kessel wie Motor kosten in der Anschaffung jeweils rund 9000 Euro. "Es ist eine Pionieridee", resümierte Daniel Hegele von Hoval. Bei einer derzeitigen Stromleistung von 1 kW bei 1000 Betriebsstunden im Jahr seien die Investititionskosten kaum hereinzuholen. Die Zukunft liege daher in der Kombination mit Holzpellets, mit denen einmal Mehrfamilienhäuser mit Wärme und Strom versorgt werden sollen. de