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Schäuble will EU-Reform 2014 angehen

Berlin. Die EU sollte nach Meinung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) vom nächsten Jahr an grundlegend reformiert werden. Mit dem Zusammentreten eines neuen Europäischen Parlaments öffne sich 2014 ein Zeitfenster für substanzielle Änderungen am institutionellen Gefüge der EU, schreibt Schäuble in einem Beitrag für die "Welt". Diesen Zeitraum müsse man nutzen

Berlin. Die EU sollte nach Meinung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) vom nächsten Jahr an grundlegend reformiert werden. Mit dem Zusammentreten eines neuen Europäischen Parlaments öffne sich 2014 ein Zeitfenster für substanzielle Änderungen am institutionellen Gefüge der EU, schreibt Schäuble in einem Beitrag für die "Welt". Diesen Zeitraum müsse man nutzen. "Denn die Welt des 21. Jahrhunderts wartet nicht auf Europa."Schäuble fordert, die Kompetenzen und Verantwortlichkeiten neu zu verteilen. Er sprach sich dafür aus, den EU-Währungskommissar zu stärken und die EU-Kommission zu einer demokratisch legitimierten Exekutive weiterzuentwickeln. Der Kommissionspräsident sollte aus seiner Sicht von den Bürgern gewählt werden. Zunächst sollten alle Parteien bei den Europawahlen 2014 mit Spitzenkandidaten für ganz Europa antreten, schreibt Schäuble. dpa