Schäuble verteidigt Gipfel-Kompromiss zur Euro-Reform

Schäuble verteidigt Gipfel-Kompromiss zur Euro-Reform

Brüssel. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat den Kompromiss des EU-Gipfels zur Euro-Reform verteidigt. "Wir sind weiter vorangekommen, als die allermeisten vorher erwartet hätten", sagte der CDU-Politiker gestern in Brüssel. Der Gipfel-Beschluss bedeute keinen Einstieg in eine Transferunion

Brüssel. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat den Kompromiss des EU-Gipfels zur Euro-Reform verteidigt. "Wir sind weiter vorangekommen, als die allermeisten vorher erwartet hätten", sagte der CDU-Politiker gestern in Brüssel. Der Gipfel-Beschluss bedeute keinen Einstieg in eine Transferunion. "Dass wir in einer Gemeinschaft einen Ausgleich zwischen Stärkeren und Schwächeren haben müssen, zeigt sich schon in der Regionalförderung", sagte er. Davon profitierten auch Problemregionen in Deutschland. "Aber die Regel, dass jedes Land für die Solidität seiner Finanzpolitik selber haftet, ist nicht geschwächt, sondern bekräftigt worden." Der Brüsseler Kompromiss sieht deutlich höhere deutsche Beiträge für den bestehenden und den künftigen dauerhaften Euro-Rettungsfonds vor. Unter bestimmten Bedingungen wird der Fonds auch Staatsanleihen von Krisen-Ländern kaufen können. dpa