Zwei neue Solarparks für Freisen

Zwei neue Solarparks für Freisen

Freisen. In Sachen Windpark hat die Gemeinde Freisen schon vor 18 Jahren eine Vorreiterrolle eingenommen. Weitere Flächen für Windanlagen werden entstehen (wir berichteten). Doch auch was die Sonnenenergie betrifft, will die Gemeinde jetzt nachlegen: Nach dem Solarpark auf der ehemaligen Raketenstation bei Reitscheid sollen zwei weitere Solarparks gebaut werden

Freisen. In Sachen Windpark hat die Gemeinde Freisen schon vor 18 Jahren eine Vorreiterrolle eingenommen. Weitere Flächen für Windanlagen werden entstehen (wir berichteten). Doch auch was die Sonnenenergie betrifft, will die Gemeinde jetzt nachlegen: Nach dem Solarpark auf der ehemaligen Raketenstation bei Reitscheid sollen zwei weitere Solarparks gebaut werden.Eine Größe von 3,7 Hektar hat das Plangebiet "Solarpark Alter Bahnhof" in Haupersweiler. Begrenzt wird das Gebiet im Norden von der Eisenbahnstraße und im Südwesten von der Seitzweilerstraße. Mitten durch das Gebiet führt die Ostertal-Bahnlinie. Das zweite Plangebiet "Solarpark Haupersweiler (ehemaliger Sprengplatz)" hat eine Fläche von 5,6 Hektar und liegt westlich von Haupersweiler. Es sei nicht einfach, Freiflächen für den Bau von Solaranlagen zu finden, erklärt Hermann Lang, Geschäftsführer der Sunera GmbH, auf Anfrage der SZ. Sein Unternehmen wird die Solarparks bauen. Privilegierte Flächen für Solaranlagen sind Gebiete entlang von Bahnschienen, Autobahnen oder so genannte Konversionsflächen (ehemalige Militärgebiete). "Wir haben die beiden Standorte in Haupersweiler nach den Vorgaben des Gesetzgebers ausgesucht", so Lang.

Die beiden geplanten Solarparks waren auch Thema in der jüngsten Sitzung des Freisener Gemeinderates. Dort wurde einstimmig beschlossen, die erstellten Flächennutzungspläne und Bebauungspläne für die beiden Solarparks öffentlich auszulegen. "Diese zweite Auslegungsrunde dauert vier Wochen", sagt Lang. Mit größeren Einwänden rechne er nicht.

Die beiden geplanten Solarparks liegen auf Flächen von Privateigentümern. "Deshalb haben wir schon im vergangenen Jahr eine Informationsveranstaltung abgehalten", berichtet Bürgermeister Karl-Josef Scheer (SPD) im Gespräch mit der SZ. Dort sei das Thema Solarpark sorgsam diskutiert worden. "Man steht dem Thema erneuerbare Energien sehr wohlwollend gegenüber" - diesen Eindruck hat Hermann Lang bei den Terminen in der Gemeinde Freisen gewonnen. Im Juni möchte die Sunera GmbH die Solaranlagen in Haupersweiler bauen. Größere Erschließungsmaßnahmen sind laut Bebauungsplanentwurf der Firma Kernplan bei beiden Anlagen nicht nötig. Lediglich eine Zufahrt, ein Tor und entsprechende Zäune sind geplant. Die Solarmodule werden in einzelnen Reihen auf eine Stahlkonstruktion montiert.

Die Module haben eine Fläche von 1,6 Quadratmeter, erklärt Lang. Ungefähr 8000 der Module passen auf einen Standort. "Wir gehen davon aus, dass eine Anlage ein Investitionsvolumen von zirka 2,5 bis drei Millionen Euro haben wird", so Lang.

Neben den Solarparks auf Freiflächen will die Gemeinde Freisen auch den Bau von Photovoltaik-Anlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden vorantreiben. < weiterer Bericht folgt