1. Saarland

Zwei Denkmäler, die St. Ingberts Stadtansicht besonders prägen

Zwei Denkmäler, die St. Ingberts Stadtansicht besonders prägen

St. Ingbert. Rund 48 000 Euro Fördermittel fließen für den Denkmalschutz nach St. Ingbert. Gemäß Denkmalförderrichtlinie fördert in St. Ingbert das saarländische Umweltministerium die denkmalgerechte Wiederherstellung der Pfarrkirche St

St. Ingbert. Rund 48 000 Euro Fördermittel fließen für den Denkmalschutz nach St. Ingbert. Gemäß Denkmalförderrichtlinie fördert in St. Ingbert das saarländische Umweltministerium die denkmalgerechte Wiederherstellung der Pfarrkirche St. Josef mit rund 18 000 Euro sowie die denkmalgerechte Gesamtsanierung der Möllerhalle der Alten Schmelz mit rund 30 000 Euro (wir berichteten kurz). Die Alte Schmelz stellt sich als vielschichtige Industriekulturlandschaft dar, in der auf eine für das 18. und 19. Jahrhundert typische Weise Arbeiten, Verwalten, Repräsentieren und Wohnen eng verzahnt waren. "Mit den Mitteln für die Möllerhalle unterstützen wir die Sanierung eines der ersten noch aufrecht stehenden Gebäude der Eisenverhüttung in ganz Südwestdeutschland", so Umweltminister Stefan Mörsdorf. "Zwar ist die inschriftliche Datierung 1750 auch durch genauere Untersuchungen nicht zu bestätigen, doch darf man die Möllerhalle zusammen mit Architekturresten im Bereich Feuerwehr/Alte Schlosserei sicherlich als ,Keimzelle' der Alten Schmelz ansehen." Bei der St. Josefskirche beteiligt sich das Umweltministerium an Kosten der Restaurierungsmaßnahmen, die infolge des Brandes notwendig wurden. Das Bauwerk zähle zu den herausragenden Kirchenbauten des Historismus im Saarland und sei eines der architektonischen Wahrzeichen St. Ingberts. Erbaut wurde es 1890 bis 1893 nach Entwurf des Mainzer Dombaumeisters Ludwig Becker. Bautypologisch handele es sich um eine dreischiffige Hallenkirche mit Querhaus, polygonal geschlossenem Chor und einem hohen, städtebaulich wirksamen Glockenturm. Für die Sichtflächen wurde roter Pfälzer Sandstein aus Weidenthal verwendet. Bemerkenswert war den Zeitgenossen der "rein und korrekt durchgeführte frühgothische Stil", wie bereits zur Einweihung 1893 betont wurde. red