1. Saarland

Zusammenarbeit der Wehren war vorbildlich

Zusammenarbeit der Wehren war vorbildlich

Damit im Ernstfall alles funktioniert, übten sich die benachbarten Löschbezirke der Gemeinde Nonnweiler bei einem simulierten Brand in einem Wohnhaus. Dabei galt es, zwei eingeschlossene Personen zu retten.

Im Interesse einer wirksamen Prävention finden in der Gemeinde Nonnweiler regelmäßig gemeinsame Übungen benachbarter Löschbezirke statt. Gastgebende Einheit war dieses Mal der Löschbezirk Schwarzenbach. Löschbezirksführer Jürgen Fries und sein Stellvertreter Jörg Saar hatten die Einsatzkräfte aus Braunshausen und Otzenhausen zu einer gemeinsamen Projektübung eingeladen, um unter realitätsnahen Bedingungen den Ernstfall zu proben. Das in Primstal stationierte Einsatzleitfahrzeug (ELF 2) mit Besatzung war gleichfalls in die Übung einbezogen.

Übungsobjekt: ein Wohnhaus mit weiträumigem Ökonomietrakt in der Ortsmitte von Schwarzenbach. Angenommene Lage: Im Erdgeschoss des Ökonomietrakts war ein Schwelbrand ausgebrochen. Das Feuer drohte sich rasch bis zum Heuboden im Dachgeschoss auszubreiten. Zwei Personen konnten das Gebäude nicht mehr verlassen.

Besondere Erschwernisse: Das weitverzweigte und verwinkelte Gebäude konnte mit Einsatzfahrzeugen nicht umfahren werden; folglich mussten die eingesetzten Einheiten unabhängig voneinander von zwei Seiten vorgehen und konnten sich nur per Sprechfunk miteinander verständigen. Die Verkehrsführung der stark frequentierten Durchgangsstraße ist hier wegen zwei Kurven sehr unübersichtlich. Also war eine sorgfältige Regelung des Straßenverkehrs, die zusätzliches Personal erforderte, unumgänglich.

Darum kümmerten sich die eingetroffenen Einheiten aus Braunshausen mit Kleintanklöschfahrzeug (KTLF) und Otzenhausen mit Tanklöschfahrzeug (TLF 8/18) und Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 16) gemeinsam.

Der Löschbezirk Braunshausen ging von der Vorderseite des Gebäudes aus zur Brandbekämpfung vor. Unter schwerem Atemschutz begab sich ein Trupp zum Innenangriff und zur Personensuche ins Stallgebäude. Inzwischen waren die Einheiten aus Schwarzenbach (Löschgruppenfahrzeug LF 8/6) und Otzenhausen von der Rückseite des Gebäudes aus vorgegangen. Über Steckleiter begaben sich zwei Trupps zur Personensuche und zur Brandbekämpfung zum Heuboden. Wegen einsetzender Dunkelheit musste das Einsatzobjekt beidseitig ausgeleuchtet werden.

Dennoch konnten beide vermissten Personen rasch aufgefunden und mittels Tragen ins Freie gebracht werden. Der auf dem Heuboden aufgefundene Vermisste musste zunächst gesichert werden, damit er über die Steckleiter nach unten gebracht werden konnte.

Die Besatzung des ELF 2 Primstal kümmerte sich um Lagedarstellung mit Dokumentation, zentrale Atemschutzüberwachung und Koordination des Funksprechverkehrs. Nachdem der Brand unter Kontrolle war, wurde für die Nachlöscharbeiten die Wärmebildkamera eingesetzt. Als Übungsbeobachter war Schwarzenbachs stellvertretender Ortsvorsteher Horst Hamm anwesend. Er bescheinigte den 45 beteiligten Einsatzkräften eine hervorragende Zusammenarbeit. Auch der Informationsaustausch habe gut geklappt.