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"Zusammen mit den Füßen gestampft"Jazz auf dem Campus Nobel

"Zusammen mit den Füßen gestampft"Jazz auf dem Campus Nobel

Saarwellingen. Es wird weiter gejazzt auf dem Campus Nobel: Am heutigen Abend gibt es in Saarwellingen erst Veränderungen und dann temperamentvolle Rhythmen aus Südamerika. Gilad Atzmon eröffnet den Abend mit "Currents of Change". Der Brite spielt Saxofon zu den klassischen Klängen des Klaviers von Thilo Wagner

Saarwellingen. Es wird weiter gejazzt auf dem Campus Nobel: Am heutigen Abend gibt es in Saarwellingen erst Veränderungen und dann temperamentvolle Rhythmen aus Südamerika.Gilad Atzmon eröffnet den Abend mit "Currents of Change". Der Brite spielt Saxofon zu den klassischen Klängen des Klaviers von Thilo Wagner. Ergänzt wird das Ensemble durch Arnie Somogyi am Bass und Eddie Hick am Schlagzeug.

Der zweite Teil des Abends wird exotisch und steht ganz im Zeichen von "The Music of Brazil". Den südamerikanischen Rhythmus geben dabei Francesco Petreni mit den Percussions und Stephen Keogh am Schlagzeug vor. Guillermo Rozenthuler spielt die Gitarre und übernimmt auch den Gesang. Zu der exotischen Mischung kommen darüber hinaus noch Bruce Barth am Klavier, Garrison Fewell mit der zweiten Gitarre und Davide Petrocca am Bass hinzu. Der Konzertbeginn ist wieder um 20 Uhr auf dem Campus Nobel. An der Abendkasse kostet der Konzerteintritt zehn Euro, ein Festivalpass für die gesamte Konzertreihe kostet 25 Euro. sese

Karten können an der Infotheke des Rathauses Saarwellingen und unter Telefon (0 68 38) 9 00 72 01 bestellt werden.

Saarwellingen. Am Montag ist Guillermo Rozenthaler aus Argentinien zu den Jazzern in Saarwellingen gestoßen. Er unterrichtet Gesang und Rhythmus. "Wir haben zusammen mit den Füßen gestampft und einige Töne von uns gegeben", sagt Jessi Schöfer.

Am Vormittag seien immer alle Teilnehmer, die Sängerinnen ebenso wie die Instrumentalisten, zusammen, um das Rhythmus-Gefühl - bekanntlich das A und O beim Jazz - zu üben. Samba und Chorgesang waren gestern angesagt. Die neun teilnehmenden Sängerinnen üben in ihrer Gruppe mit der Dozentin Deborah Brown, die im Unterricht Klavier spielt und von einem Bassisten begleitet wird, vor allem das Improvisieren. Noch am Sonntag hat Jessi - wie angekündigt - vorgesungen. Sie hat sich "Moondance" von Van Morrison ausgesucht. "Deborah Brown hat gemeint, ich sollte das Stück, das eigentlich ziemlich abgenudelt ist, einmal in einem anderen Rhythmus ausprobieren, südamerikanisch, Bossa Nova vielleicht. Und das geht auch ganz gut." Wie? "Das kann man hier lernen." Jessi erklärt weiter: "Oft hat man die Sachen im Kopf, findet sie auch ganz schön, aber sie gehen eben auch ganz anders. Da ist man dann überrascht."

 Gilad Atzmon ist heute im Konzert zu hören. Foto: Gemeinde
Gilad Atzmon ist heute im Konzert zu hören. Foto: Gemeinde

Und von selbst wäre sie wahrscheinlich nicht darauf gekommen, sich von den bekannten Versionen des Songs zu lösen und den Rhythmus zu wechseln. Jessi schätzt, dass es den anderen Teilnehmerinnen in ihrer Gruppe auch so geht. gal