Zurück von der Reise ins Land der 10 000 Pagoden

Zurück von der Reise ins Land der 10 000 Pagoden

Prächtige buddhistische Pagoden gab es unter anderem bei der Studienreise der VHS und des Kulturforums Püttlingen nach Myanmar zu sehen. In Mandalay wurde das Vollmondfest gefeiert. Auch in Pfahlbauten wurde übernachtet.

Fast zwei Wochen waren 24 Püttlinger unter der Leitung von Erich Keller im "Goldenen Land" Burma unterwegs. Bei der Studienreise von VHS und Kulturforum Köllertal wollte man das Land kennenlernen, bevor dort der Tourismus "boomt", denn nach Jahren politischer Unruhen öffnet sich Myanmar, wie Burma inzwischen heißt, allmählich. "Schon in der Metropole Yangon, dem früheren Rangun, bestaunten die Reisenden zwei wunderschöne Bauwerke, darunter die über 100 Meter hohe Schwedagon-Pagode. Am Tag vor dem Vollmond wurden dort festlich gekleidete Jungen in das Mönchsleben eingeführt. Auf der nächsten Station Mandalay wurde das Vollmondfest in Mahamuni gefeiert. Dort verzierten tausende burmesische Pilger die Buddha-Statue mit unzähligen Goldplättchen", so die Reisebeschreibung des Kulturforums

Das Leben Burmesischen Mönche - es soll 500 000 geben - lernte die Gruppe in einem Männer- und in einem Frauenkloster kennen. "Die extrem bescheiden lebenden Nonnen wünschten den Saarländern in einem Lied eine gute Reise und ein langes Leben", heißt es in dem Bericht; "man bedankte sich zur großen Überraschung der Gastgeber mit dem Vortrag eines Kanons."

Einem sehr armen Dorf spendete die Reisegruppe für mehrere Tage Wasser und Strom. Zwei Tage lebten die Reise-Teilnehmer auch in einem Pfahlbau-Hotel unter 70 000 Burmesen im Inle-See. Das gesamte wirtschaftliche und soziale Leben spielt sich dort auf dem Binnengewässer ab. Berühmt sind die Fischer des Sees, die mit den Beinen rudern, um die Hände frei zu haben.

Höhepunkt der Reise waren die drei Tage in Bagan, dem vielleicht größten Freilichtmuseum der Welt. Rund 5000 Pagoden geben der Ebene eine ganz besondere Atmosphäre. Die wichtigsten Plätze wurden auf geruhsame Weise mit Pferdekutschen angefahren. Die Pagode Schwezigon beeindruckte mit ihrer harmonischen Schönheit und dem ganz mit Blattgold überzogenen Stupa. Beim Ananda-Tempel aus dem 11. Jahrhundert ragte über rechteckigen Terrassen eine schlanke Kuppel in den Himmel, "im Abendlicht verschwammen die vielen Pagoden der Ebene zu einem unvergesslichen, fast mystischen Bild".

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Auf einen BlickDie nächste Studienreise von VHS und Kulturforum führt im November nach Afrika. Dann bietet Erich Keller eine Reise nach Namibia an. Infos im Bahnhof Püttlingen, Tel. (0 68 98) 6 37 56, oder per Mail an: info@bahnhof-puettlingen.de. red

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