Zur Erinnerung an die verunglückten Fallschirmjäger

Zur Erinnerung an die verunglückten Fallschirmjäger

Baumholder/Düppenweiler. Vor genau einem Jahr verunglückten Lebacher Soldaten bei einem Verkehrsunfall auf dem Truppenübungsplatz in Baumholder. Vier wurden schwer verletzt, zwei starben, darunter auch ein 22-Jähriger aus Düppenweiler. Die Fallschirmjäger der 4

Baumholder/Düppenweiler. Vor genau einem Jahr verunglückten Lebacher Soldaten bei einem Verkehrsunfall auf dem Truppenübungsplatz in Baumholder. Vier wurden schwer verletzt, zwei starben, darunter auch ein 22-Jähriger aus Düppenweiler. Die Fallschirmjäger der 4. Kompanie aus Lebach waren am Dienstag zum Jahrestag an der Unfallstelle angetreten, um dort ihrer beiden Kameraden zu gedenken, die an dieser Stelle aus dem Leben gerissen worden waren. Auf dem Weg zur Schießbahn war auf eisglatter, abschüssiger Strecke ein Fahrzeug vom Typ "Mungo" von der Fahrbahn abgekommen und hatte sich überschlagen. Soldaten und Angehörige der betroffenen Familien waren am Dienstag dabei, als der katholische Militärpfarrer Marius Merkelbach den Gedenkstein in Baumholder einsegnete, den die Soldaten dort für ihre Kameraden errichtet haben. Die Soldaten hatten selbst für die Errichtung des Gedenksteins gesammelt."Er spricht von der Unfassbarkeit dieses plötzlichen Todes, aber auch von dem Trost, den die Erinnerung an gemeinsam verbrachte Zeit geben kann", sagte Merkelbach. Im Beisein des Bataillons- und stellvertretenden Brigadekommandeur erinnerte der Kompaniechef, Hauptmann Nils Grigoleit, an die beiden jungen Hauptgefreiten Denis Hajdu und Martin Malucha. Der Offenbacher Hajdu war kaum ein Jahr vor seinem viel zu frühen Tod noch im gefährlichen Einsatz in Kunduz in Afghanistan gewesen. Und Geschäftszimmersoldat Malucha, der aus Düppenweiler stammte, war damals erst wenige Wochen zuvor in den Dienst im Fallschirmjägerbataillon 261 zurückgekehrt.

Kranz niedergelegt

Zu den Klängen vom "Guten Kameraden" wurde ein Kranz niedergelegt, und man sah es in den Gesichtern der angetretenen Fallschimjäger: Noch ist die Erinnerung an die beiden beliebten Kameraden wach. Das verwundert nicht, denn die Hälfte der am Dienstag angetretenen Soldaten hatte den Unfall mitbekommen oder gar erste Hilfe geleistet. Finanziert wurde der Gedenkstein durch Spenden der Lebacher Soldaten, des Bundes Deutscher Fallschirmjäger, aber vor allem durch das individuelle Engagement einzelner Soldaten der 4. Kompanie. "Man lebt immer zweimal, einmal in der Wirklichkeit und einmal in unserer Erinnerung", haben sie in die dunkle Granitplatte mit den beiden Porträts eingravieren lassen. Auch zwei der damals verletzten Soldaten waren zur Feier gekommen.

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