1. Saarland

Zum Jubiläum wurde geschunkelt

Zum Jubiläum wurde geschunkelt

Freisen. Karnevalvereine feiern keine herkömmlichen Jubiläen wie 25, 50 oder 100 Jahre. Für sie sind die Narrenzahlen das Nonplusultra. Der Freisener Karnevalverein ist soeben dreimal elf Jahre, also 33, geworden. Das war Grund genug, die Session über den Aschermittwoch hinaus um ein paar Wochen zu verlängern

Freisen. Karnevalvereine feiern keine herkömmlichen Jubiläen wie 25, 50 oder 100 Jahre. Für sie sind die Narrenzahlen das Nonplusultra. Der Freisener Karnevalverein ist soeben dreimal elf Jahre, also 33, geworden. Das war Grund genug, die Session über den Aschermittwoch hinaus um ein paar Wochen zu verlängern. Natürlich war der Jubiläumsabend mit über 100 Besuchern im Kolpinghaus - es war übrigens der Gründungsort - keine Kappensitzung. Aber es durfte trotzdem viel gelacht und gut gelaunt geschunkelt werden. "Wir sind der beste und größte Karnevalsverein in Freisen", machte Moderator Ralf Brill das Publikum schon gleich zu Anfang munter. Vereinspräsident Reiner Werth trat in seine Fußstapfen und erinnerte an das seit 33 Jahren gültige Motto: "Humor ist die Freiheit des Geistes und das Vorrecht der Narren." Hervorgegangen aus dem Männergesangverein habe der Freisener Karnevalsverein seit 1975 ununterbrochen Freude und Frohsinn vermittelt. "Fastnacht ist immer Auftrag und Verpflichtung für unsere närrische Kultur."Viele Jahre hatten die Fastnachter in Freisen mit Raumproblemen zu kämpfen. War anfangs der umgebaute Stierstall das Vereinsdomizil, musste später nach Grügelborn ausgewichen werden. In der Bruchwaldhalle hat der Verein nun endlich die Räume gefunden, die er für seine Aktivitäten benötigt: pro Session zwei Galaprunksitzungen und eine Kinderkappensitzung. An und in der Halle endet jetzt auch immer der Rosenmontagszug, für den der Verein stets das ganze Dorf mobil macht. Von den über 300 Mitgliedern sind mehr als zwei Drittel aktiv. Und an Nachwuchs mangelt es den Freisener Narren ebenfalls nicht. Außerhalb der närrischen Zeit ruht der Verein nicht. Das ganze Jahr über betätigt er sich in der Freisener Vereinsgemeinschaft. Von den 70 Gründungsmitgliedern leben heute noch 58. Sie zu ehren war eigens der Präsident des Verbandes Saarländischer Karnevalsvereine, Horst Wagner, nach Freisen gekommen. Im Gegenzug verlieh Vereinspräsident Reiner Werth dem Gast einen Jubiläumsorden. "33 Jahre Fastnacht bedeuten nicht nur Freude und Humor in Freisen, sondern auch viele Arbeitseinsätze, ein lebendiges Vereinsleben und jede Menge Ehrenamt für das Hobby Karneval", betonte Horst Wagner. Dem Verein schenkte er als Ehrengabe des Verbandes eine Urkunde. Weil Kurt Alles seit 33 Jahren "das Mädchen für alles" im Karnevalverein ist, wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Der im Februar verstorbene Otto Werle ("Grottenotto"), der Gründungsmitglied und Motor des Karnevals im Dorf war, wurde posthum geehrt. Die Auszeichnung nahm seine Tochter Marlene Schmitt entgegen. Grußworte zum Jubiläum kamen auch von dem St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald, vom Freisener Bürgermeister Wolfgang Alles und von dem Ruhestandspfarrer Winfried Mosmann. Außer der aktiven Garde tanzten auch die "Freisener Funken" auf der Bühne. "Es hat Spaß gemacht, im Frühling einen Gardetanz zu machen", meinte die elfjährige Michelle. Ihre Freundin Myriam versicherte: "Ich habe den Tanz von Fastnacht noch gut gekommt und ihn nicht mehr neu üben müssen." Die vereinseigene Ochsenklausenband, die auch schon 33 Jahre dabei ist, sorgte musikalisch für den richtigen Schwung.

Auf einen BlickGeehrte Gründungsmitglieder: Hans Günter Alles, Kurt Alles, Christel Becker, Erika Becker, Günther Becker, Hans Werner Becker, Else Bonenberger, Annerose Bottelberger, Bernd Bur, Arnold Eisenhauer, Kurt Haupenthal, Hans-Georg Heinrich, Horst Johann, Albin Keller, Benno Keller, Hans Keller, Marianne Keller, Marilen Keller, Patrick Keller, Sigrid Keller, Marliese Klein, Paul Klein, Franz-Rudolf Klos, Maria Klos, Rudolf Klos, Herbert Lehmann, Wilma Lehmann, Heidi Linn, Doris Lissmann, Klaus Lissmann, Marlene Loch-Mattes, Alois Marx, Bruno Marx, Mechthilde Marx, Gernot Meiser, Margit Meiser, Ingrid Schad, Paul Schad, Susanne Scheid, Johann Schmidt, Hedwig Schmitt, Judith Schmitt, Kurt Schmitt, Marlene Schmitt, Peter Spiller, Gerd Staudt, Harry Steinmetz, Stefanie Stoll, Gisbert Werle, Günter Werle, Günther Werle, Inge Werle, Rita Werle, Ewald Werth, Helga Werth, Reiner Werth, Rudi Werth und Jutta Wita. Nicht anwesenden Gründungsmitgliedern wird die Ehrung nachgereicht. gtr