Zum Finale strömten die Gäste in die Stadt

St. Wendel. Dieses Jahr hat der St. Wendeler Weihnachtsmarkt alle Wetter mitgemacht: Regen und Sturm, Wolken und Sonnenschein, frostige und milde Temperaturen. War der Auftakt am 3. und 4. Dezember verregnet, folgte unter der Woche das reinste April-Wetter. Vielen Besuchern machte das aber nichts aus. Sie bummelten trotzdem über den Markt

 Dicht an dicht drängten sich am Wochenende die Besucher über den Weihnachtsmarkt. Fotos: B&K

Dicht an dicht drängten sich am Wochenende die Besucher über den Weihnachtsmarkt. Fotos: B&K

St. Wendel. Dieses Jahr hat der St. Wendeler Weihnachtsmarkt alle Wetter mitgemacht: Regen und Sturm, Wolken und Sonnenschein, frostige und milde Temperaturen. War der Auftakt am 3. und 4. Dezember verregnet, folgte unter der Woche das reinste April-Wetter. Vielen Besuchern machte das aber nichts aus. Sie bummelten trotzdem über den Markt. Andere blieben lieber zu Hause und holten am Wochenende alles nach, was sie glaubten, versäumt zu haben. Das vielfach sonnige und trockene Winterwetter lockte zum Weihnachtsmarktfinale nach Angaben von Bürgermeister Klaus Bouillon (CDU) geschätzte 60 000 Gäste in die Stadt. Das tat den über 100 Standbetreibern gut. Manche konnten das ein wenig aufholen, was ihnen Sturm und Regen vermiest hatten. Der Tenor der SZ-Umfrage pendelte bezüglich der Umsätze eindeutig in den positiven Bereich."Ich bin sehr zufrieden", versicherte Birgit Schneider aus Oberkirchen, die ihren Stand am Wendelinusbrunnen hatte. "Muffs, Schals und Taschen sind handgearbeitet und jedes Stück ein Unikat, und das wollen meine Kunden." Rita Schmidt aus Aschbach, die Krippenfiguren und Zubehör anbot, war dagegen ein wenig enttäuscht: "Das erste Wochenende ist praktisch ausgefallen. Die Woche über war das Wetter auch nicht ideal, das alles lässt sich an den beiden letzten Tagen kaum noch aufholen." Brandmalereien, die alle zwischen 2,50 und 15 Euro lagen, liefen bei Nicole Wesselmann aus Birkenfeld am Stand in der Schlossstraße gut. "Ich kann nicht klagen, auch bei Regenwetter kamen viele Leute zu mir", erzählte die Hobbykünstlerin. In der Handwerkergasse lobte Karin Weiler aus Haßloch, eine gebürtige Hasborn-Dautweilerin (sie trägt den Künstlernamen Karin Silberstreif), sowohl den guten Besuch als auch den erzielten Umsatz. Muschelschmuck sei viel gefragt gewesen. "Es waren sehr viele Stammkunden bei mir." Echte Hingucker waren ihre Lampen aus Stoff und Binsen. "Es ist gut gelaufen", verriet Hermann Nagel aus Bebelsheim. "Super waren die beiden letzten Tage." Der Händler verkaufte Krippen, Vogelhäuschen, Vogelfutter und aus Kiefernzapfen gefertigte lustige Eulen. 50 Helferinnen mussten die Landfrauen Mittleres Ostertal aufbieten, um den Andrang an ihrem Essensstand an der Pyramide zu bewältigen. Die Frauen feierten übrigens das Jubiläum "25 Jahre Weihnachtsmarkt St. Wendel".

Strickpullis, Handschuhe und Mützen aus Naturmaterialien waren in der Mott gefragt. Der Verkäufer des Unternehmens aus Frankfurt am Main meinte: "Natürlich hat das Wetter seine Spuren hinterlassen. Die Endabrechnung wird aber erst am Sonntagabend gemacht."

450 Busse rollten nach Angaben der Stadt an den neun Weihnachtsmarkttagen in die Stadt, viele aus Frankreich, Luxemburg, Belgien und Holland. Aus Heidelberg kamen am Wochenende zwei Sondertriebwagen am St. Wendeler Bahnhof an und brachten Gäste aus der Neckarstadt, die bekanntlich selbst einen schönen Weihnachtsmarkt hat.

 Schmuckstücke fertigte Brillenmacher Hermann Dahmen.

Schmuckstücke fertigte Brillenmacher Hermann Dahmen.

 Der kleine Nico mit seiner selbst gemachten Kerze.

Der kleine Nico mit seiner selbst gemachten Kerze.

 Larah saust lachend die Rodelbahn hinab.

Larah saust lachend die Rodelbahn hinab.

Dass so mancher Marktbesucher ein wenig Abstand vom Rummel brauchte und genoss, das bewiesen die 18 von der Pfarrei St. Wendelin angebotenen "Zeiten der Stille" in der Wendelinus-Basilika. Dort wurden zu den meditativen Texten und zur Orgelmusik weit über 1000 Besucher gezählt.

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