Zünftiger Fassanstich und romantische Lichterspiele

Dirmingen · Das erste „Derminga Waldfeschd“ wollte erobert werden. Denn zum Ort des Geschehens war es ein mühevoller Aufstieg. Wer den aber hinter sich hatte, durfte sich auf ein Fest mit einem sehenswerten Programm freuen.

 Auch stimmungsvolle Jagdhornmusik gab es beim Waldfest in Dirmingen. Foto: Carolin Merkel

Auch stimmungsvolle Jagdhornmusik gab es beim Waldfest in Dirmingen. Foto: Carolin Merkel

Foto: Carolin Merkel

Ein langer und steiler Anstieg wartete am vergangenen Wochenende auf die Besucher einer ganz besonderen Premiere. An der "Schönen Aussicht" veranstaltete der Kulturverein Dirmingen in Zusammenarbeit mit den Dirminger Vereinen sein erstes "Derminga Waldfeschd". Hatten die Gäste den Fußweg zu dem wunderschön naturnah rausgeputzten Festplatz erst einmal geschafft, erwartete sie ein umfangreiches Programm. Los ging es am Samstagabend mit einem zünftigen Fassanstich. Den absolvierte Edgar Kuhn, Ortsvorsteher von Humes, fast mit Bravour. Denn er benötige gerade einmal zwei beherzte Schläge, um das Fass nicht anzustechen, vielmehr, um den Hahn abzubrechen. Doch dank eines Ersatzhahns floss das Bier schließlich doch noch in die trockenen Kehlen der Helfer des Kulturvereins.

"Und die haben es sich redlich verdient", betonte Manfred Klein, Ortsvorsteher von Dirmingen und zugleich Vorsitzender der Kulturaner. Von der ersten Idee, nach langen Jahren endlich wieder ein Waldfest zu organisieren bis zur Premiere ist vor allem viel Schweiß geflossen, wie er erzählt. Allein mehr als 300 Meter Wasserleitung wurden verlegt, dazu die Stromversorgung hergestellt, der Platz so gestaltet, dass ein Feiern möglich wurde. "Wir haben sehr viel Arbeit an der "Schönen Aussicht" investiert, um dieses Fest zu ermöglichen", sagt Klein. Die Arbeit hat sich gelohnt, schon zur Eröffnung kamen die Besucher aus allen Richtungen mit Kindern und Hunden. Denn auch für den Nachwuchs, aber auch für die Vierbeiner bietet ein Fest mitten in der Natur viele Möglichkeiten. Richtig romantisch wurde es am späteren Abend, als die Lichterketten sich in dem dichten Laub spiegelten.

Trockenes und angenehm warmes Wetter am Sonntag lockte dann viele Gäste von früh bis spät in den Wald zwischen Dirmingen, Hierscheid und Eppelborn. Schließlich diente das Fest auch zu Werbezwecken für die "Schöne Aussicht", die Ausgangspunkt für viele schöne Wanderungen ist. "Eigentlich wollten wir das Fest im Wechsel mit dem Folxfeschd alle zwei Jahre veranstalten. Doch, wenn die politische Lage in Eppelborn so bleibt, weiß ich nicht, wie lange die Dirminger noch bereit sind, sich ehrenamtlich so stark zu engagieren", gab Manfred Klein zu bedenken.

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