Zu schwach für die Oberliga?

Zu schwach für die Oberliga?

Vor dem Heimspiel gegen den FK Pirmasens am Sonntag steht der 1. FC Saarbrücken II mit dem Rücken zur Wand. Nur zwei Punkte trennen die Mannschaft in der Fußball-Oberliga vom letzten Tabellenplatz.

Quo vadis, FCS? Wohin führt der Weg der zweiten Mannschaft des 1. FC Saarbrücken in dieser Saison? Nach den bisher schwachen Leistungen steht der Fußball-Oberligist genau wie die Profis mit dem Rücken zur Wand. Vor dem Heimspiel gegen den FK Pirmasens am Sonntag um 15 Uhr im FC-Sportfeld liegen die Malstatter auf dem viertletzten Tabellenplatz, haben nur zwei Punkte Vorsprung auf Schlusslicht SV Röchling Völklingen und stellen die schlechteste Offensive der gesamten Liga.

Dünne Personaldecke

Doch warum befindet sich die Mannschaft in dieser so misslichen Lage? Dafür gibt es mehrere Gründe. Sowohl beim Drittligisten als auch beim Oberligisten gibt es viele Verletzte. Durch die dünne Personaldecke der ersten Mannschaft kann Bernd Eichmann nur selten auf Profis zurückgreifen, was die Qualität seiner Elf deutlich verschlechtert. Zurzeit muss "Eiche" auf Jannik Schliesing, Christopher Fuhr und Hassan Srour verzichten. Johan Talamona ist ebenfalls angeschlagen.

Der zweite Grund ist das Leistungsniveau der zweiten Mannschaft. Vor der Saison hat der Verein 14 neue Spieler verpflichtet, Leistungsträger wie Marc Hümbert und Alexander Otto verließen den FCS. Die Mannschaft ist breiter aufgestellt als vergangene Saison. Doch die Qualität des Aufgebotes hat sich nicht verbessert, im Gegenteil. "Es sind ein paar Spieler dabei, die nicht das Niveau haben, Oberliga zu spielen", gibt Saarbrückens erster Vorsitzender Werner Friess zu. "Doch so viele gute Oberliga-Spieler gibt es im Saarland leider auch nicht", rechtfertigt er die Neuverpflichtungen.

Hinzu kommt, dass mit Philipp Hoffmann und vor kurzem auch Martin Forkel zwei Eckpfeiler der Zweiten zu den Profis beordert wurden, die "schlichtweg nicht zu ersetzen sind", wie Friess treffend formuliert. Doch selbst mit diesen beiden Spielern war den Verantwortlichen schon vor der Saison klar, dass der vierte Platz aus der vergangenen Runde dieses Jahr nicht der Maßstab sein kann. Jetzt geht es nur noch ums nackte Überleben in der Oberliga.

Konsequenzen wie bei den Profis wird es aber bei der zweiten Mannschaft nicht geben. "Trainer Bernd Eichmann steht in keinster Weise zur Diskussion", erklärt Friess. Der Vorsitzende hofft vielmehr, dass sich die Situation der Amateure durch die beiden neuen Profis François Marqué und Vito Plut etwas entschärft - durch deren Einsatz in der 3. Liga könnten andere Spieler in den Oberliga-Kader nachrücken. "Am Wochenende ändert sich alles. Die Erste gewinnt in Duisburg und die U23 gegen Pirmasens", sagt Friess. Auf seine Hoffnung allein will er sich aber nicht verlassen. "Vielleicht liegt ja noch der ein oder andere neue Spieler unterm Weihnachtsbaum." Hoffentlich mit entsprechendem Leistungsniveau, damit der Weg des FCS aus dem Tabellenkeller hinausführt.