Zahl der Unfälle steigt um 14 Prozent

Saarlouis. Die Beamten der Polizeibezirksinspektion nahmen im Jahr 2007 in Saarlouis, Wallerfangen und auf der A620 insgesamt 1853 Verkehrsunfälle auf - 14 Prozent oder 235 an der Zahl mehr als im Jahr zuvor. Das geht aus der Verkehrsunfallstatistik hervor, die Norbert Rupp, Leiter des Polizeibezirks Saarlouis, und Wolfgang Müller, stellvertretender Leiter, vorgestellt haben

Saarlouis. Die Beamten der Polizeibezirksinspektion nahmen im Jahr 2007 in Saarlouis, Wallerfangen und auf der A620 insgesamt 1853 Verkehrsunfälle auf - 14 Prozent oder 235 an der Zahl mehr als im Jahr zuvor. Das geht aus der Verkehrsunfallstatistik hervor, die Norbert Rupp, Leiter des Polizeibezirks Saarlouis, und Wolfgang Müller, stellvertretender Leiter, vorgestellt haben. Leicht gestiegen ist die Zahl der Schwer- und Leichtverletzten, vier Menschen sind bei Verkehrunfällen getötet worden. Die häufigsten Unfallursachen waren Fehler beim Abbiegen, Missachtung der Vorfahrt, nicht angepasste Geschwindigkeit, ungenügender Sicherheitsabstand sowie Alkohol und Drogen am Steuer. Die Polizei beobachtete auch eine neue so genannte Unfallhäufungsstelle. Demnach krachte es verhältnismäßig oft an der Kreuzung Holtzendorffer Straße, Anton-Merziger-Ring und Deutsche Straße. 17 Verkehrsunfälle mit einem Schwer- und drei Leichtverletzten nahmen die Beamten vor Ort auf. Insgesamt verunglückten 426 Personen, 37 mussten im Krankenhaus behandelt werden, 386 wurden leicht verletzt. In 1529 Fällen entstanden reine Sachschäden. Darunter fiel die unrühmliche Zahl derer, die sich unerlaubt von der Unfallstelle entfernten, nämlich 498, die registriert wurden. Das sind 316 mehr als 2006. "Diese Situationen sind verstärkt auf Parkplätzen vor Supermärkten zu beobachten", erklärte Müller. Die Aufklärungsquote bei Fahrerflucht liegt bei über 35 Prozent. Wie Rupp und Müller erklärten, liege die Zahl junger Fahrer als Unfallopfer oder Unfallverursacher im statistischen Durchschnitt der Gesamtbevölkerung auf einem sehr hohen Niveau. Das Unfallrisiko bei jungen Verkehrsteilnehmern im Alter zwischen 18 und 24 Jahren, die verletzt oder getötet wurden, liegt drei Mal höher als bei älteren Verkehrsteilnehmern. Gar 3,5-mal häufiger verursachen sie Unfälle. Ein wirksames Mittel, nachhaltig das Risiko bei Fahranfängern zu verringern, sieht die Polizei im begleiteten Fahren ab 17 Jahren. 6000 Jugendliche von 8000 im Saarland haben die Prüfung seit Einführung (2206) bestanden. "Diese Gruppe ist in der saarländischen Unfallstatistik kaum in Erscheinung getreten", sagte Müller. Im Jahr 2007 gab es im Polizeibezirk keinen Verkehrsunfall durch einen 17-Jährigen, was von einer verantwortungsbewussten Verkehrsteilnahme zeugen würde. hth

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