1. Saarland

Zahl der Straftaten ist angestiegen

Zahl der Straftaten ist angestiegen

Lebach/Schmelz/Saarwellingen. Mit 8189 Straftaten, gerechnet auf 100 000 Einwohner, belegte Lebach und seine Stadtteile Platz sieben bei der Kriminalstatistik auf Landesebene. Schmelz kam mit 5062 Straftaten auf Platz 24 und Saarwellingen mit 5503 Straftaten auf Platz 18

Lebach/Schmelz/Saarwellingen. Mit 8189 Straftaten, gerechnet auf 100 000 Einwohner, belegte Lebach und seine Stadtteile Platz sieben bei der Kriminalstatistik auf Landesebene. Schmelz kam mit 5062 Straftaten auf Platz 24 und Saarwellingen mit 5503 Straftaten auf Platz 18. Im Jahr 2008 stieg die Zahl der Straftaten bei der Polizeiinspektion Lebach, zu der neben der Stadt selbst Saarwellingen und Schmelz gehören, von 3045 im Jahr 2007 auf 3272. Diese Zahlen nannten der Leiter der PI Lebach Harald Guldner, sein Stellvertreter Wolfgang Barbian sowie Kriminalhauptkommissar Volker Wiedemann. Diese Steigerung um 7,5 Prozent hänge mit der Art der Straftaten zusammen. Als Beispiel nannte Guldner: "Wenn ich einen Betrüger ermittle, der 100 Menschen betrogen hat, habe ich eine hohe Fallzahl und 100 Prozent Aufklärungsquote. Bei einem ermittelten Wohnungseinbruch ist ein Einbruch ebenfalls 100 Aufklärungsquote." Zu den einzelnen Straftaten zählen zum großen Teil Sachbeschädigungen, Betrügereien und Diebstähle. Besonders die Internetkriminalität nehme verstärkt zu, betonte Wiedemann. Die Menschen seien da aber auch oft zu gutgläubig, die Waren würden bezahlt werden, aber nie den Empfänger erreichen. Eltern sollten auch mehr auf die Aktivitäten ihrer Kinder im Internet achten und sie vor Gefahren warnen.Zu den besonderen Kriminalfällen gehörten eine Einbruchsserie in Lebach und Schmelz. Zwei Täter konnten ermittelt werden, einer sitzt in der JVA ein, der Zweite ist flüchtig und wird mit einem internationalen Haftbefehl gesucht. Bei einem weiteren besonderen Fall offenbarte sich ein "Klaukind" der Polizei. Hintergrund waren Familienstreitigkeiten. Eine 16-Jährige sollte zwangsverheiratet werden, sie gestand 68 Wohnungseinbrüche, die Jugendliche wurde in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen. Ein aufwändiges Ermittlungsverfahren beschäftigte die PI Lebach ebenfalls. Dabei ging es um Asylmissbrauch. Ein weiterer besonderer Fall: versuchter Totschlag in der Landeswohnsiedlung. Die Hintergründe sind von der Polizei nicht nachvollziehbar. Der Täter erhielt dreieinhalb Jahre wegen versuchten Totschlags. Serie von FarbschmierereienAls besondere Fälle in der Kriminalstatistik wurden auch eine Serie von Farbschmierereien in Saarwellingen genannt, Sachbeschädigungen und Metalldiebstähle auf Friedhöfen, Raubüberfälle in Saarwellingen und ein Einbruch im Schmelz, bei dem eine bundesweit agierende Bande einen Lkw mit Motormähern entwendete.Zur PI Lebach gehören insgesamt 78 Mitarbeiter, die Posten in Schmelz und Saarwellingen sind mit je sechs Mann besetzt.