Wunder dauern etwas länger

Dudweiler. Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger. Dieser skurrile Satz könnte die Überschrift sein zu einem Wunsch, von dem heute noch niemand weiß, ob er sich irgendwann einmal realisieren lässt. Jedenfalls kam dieser Wunsch beim SZ-Ortsgespräch in Herrensohr am 4. November zur Sprache

Dudweiler. Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger. Dieser skurrile Satz könnte die Überschrift sein zu einem Wunsch, von dem heute noch niemand weiß, ob er sich irgendwann einmal realisieren lässt. Jedenfalls kam dieser Wunsch beim SZ-Ortsgespräch in Herrensohr am 4. November zur Sprache.

Seit 15 Jahren, gab bei dieser Gelegenheit der Dudweilerer Gerhard Schmolze (74) bekannt, kämpfe er um eine direkte Anbindung von der Sulzbachtalstraße aus zum Dudobad. Und das geht nur durch eine Brücke, weil zwischen Hallenbad und Hauptverkehrsstraße der Sulzbach plätschert. So eine kleine Seufzerbrücke wie in Venedig, aber aus Holz, sagt Gerhard Schmolze, das wär's. Damit man nicht mehr den großen Umweg über St. Avolder Straße und Friedensstraße nehmen muss, wenn man aus Richtung Ortsmitte kommt.

25 Jahre saß Schmolze für die CDU im Bezirksrat, war Bezirksbeigeordneter im Rathaus von 1999 bis 2004. Sein Nachfolger im Amt war Gerd Kiefer (FDP). Und genau er signalisierte dem Christdemokrat im Rahmen des Herrensohrer Ortsgesprächs, dass in Sachen Brücke noch nicht aller Tage Abend sei. Ein Fünkchen Hoffnung keimte da nach langen Jahren auf. Bezirksbürgermeister Walter Rodermann jedoch rückt im Gespräch mit unserer Zeitung die Utopien ein wenig zurecht.

Mit dem Gedanken, in Dudweiler ein weiteres Brückenbauwerk zu realisieren, mag er sich nicht gerade anfreunden. Weil unter anderem schon die Brücke an der Werkstraße in unmittelbarer Nähe ein großes Problem darstelle. Hier seien ein ums andere Mal zerstörerische Kräfte am Werk. Bereits acht Tage nach der Errichtung sei beispielsweise an dieser Stelle ein zwei Meter hoher Stahlzaun aus der Verankerung gerissen worden. Die Liste der vandalistischen Akte ließe sich beliebig fortschreiben.

Im Übrigen seien immer noch die Renaturierungsmaßnahmen am Sulzbach ingange. Mal müsse mal abwarten, sagt Rodermann, was da noch alles geschieht. Federführend ist hier das Saarbrücker Grünamt. Der Chef im Rathaus ist auch nicht der Meinung, dass Dudweiler unbedingt eine kürzere Verbindung Richtung Dudobad braucht. Den jetzigen Umweg von rund 150 Metern, wie er sagt, hält er nicht für unzumutbar. Augenzwinkernd schlägt er vor - schließlich hat für die Karnevalisten die fünfte Jahreszeit begonnen - vielleicht einen Flößer zu beschäftigen, der die Freunde des Dudobades über den Sulzbach bringt. Der Gedanke liegt nahe, sagt Rodermann, weil hier ja auch die Dudweiler Marienkameradschaft zugegen ist. Davon zeugt ein grauer Anker in direkter Nachbarschaft.

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