1. Saarland

Wortspiele und Alltagsprobleme

Wortspiele und Alltagsprobleme

St. Wendel. "In dem Wort liegt deine größte Kraft, in der Art, wie du es einsetzt". Dieser Satz beschreibt nicht nur sehr gut das Tun von Erwin Gisch, sondern ist so auch in seinem neuen Buch "Limericks and more" zu finden, das der saarländische Autor im Gasthaus Felsenmühle vorstellte

St. Wendel. "In dem Wort liegt deine größte Kraft, in der Art, wie du es einsetzt". Dieser Satz beschreibt nicht nur sehr gut das Tun von Erwin Gisch, sondern ist so auch in seinem neuen Buch "Limericks and more" zu finden, das der saarländische Autor im Gasthaus Felsenmühle vorstellte. "Wortspiele, Gedichte, Limericks, Humor" verspricht der Untertitel des Buches und einige davon trug Gisch im Rahmen seiner Präsentation vor.Untermalt wurde das ganze durch die beiden Musiker Stefanie Winkler und Walter Krennrich, die passend zu den Texten des Autors verschiedene Lieder auf Hochdeutsch aber auch in saarländischer Mundart darboten und so den ohnehin schon unterhaltsamen Abend noch kurzweiliger gestalteten.

In seinem Buch widmet sich Erwin Gisch humorvoll den kleinen und großen Problemen des Alltags. Um dies dem Publikum näher zu bringen, las er Gedichte zu den Themen Haarausfall, Eheleben sowie Internet und Fernsehen vor. Dabei ernteten vor allem Wortspiele wie reserviert und ein Reh serviert viel Applaus von Seiten der Zuhörer. Aber auch unerwartete Pointen sorgten für Lacher und davon gibt es in "Limericks and more" einige. "Auf den Schluss kommt es immer an. Da müsst ihr aufpassen", verriet Gisch das Rezept seiner Komik. Passend dazu sangen Winkler und Krennrich humoristische Lieder, wie zum Beispiel "Die blòò grien Meck".

Doch der Autor kann auch anders und so finden sich in seinem Buch auch viele ruhige, nachdenkliche Texte, die sich mit Natur und Umwelt, aber auch mit Selbstwahrnehmung und eigener Kritikfähigkeit auseinandersetzten. So zum Beispiel in den vorgetragenen "Wind", "Die Wanderung" oder auch "Licht und Schatten". Zur ihrer Untermalung hatten die beiden Musiker instrumentale Stücke wie "Wolkenflug" und ernsthaftere Lieder wie "Sei zufrieden" ausgewählt.

Eine letzte große Stilgruppe bilden in Erwin Gischs Buch die Limericks, das heißt fünf Zeilen mit einem festen Reimschema (in diesem Fall aabba) und einer treffenden Pointe am Schluss. Auch aus dieser Gruppe trug Gisch einige Stücke bei seiner Buchpräsentation vor. So zum Beispiel "Der höfliche Arzt" oder auch "Es pinkelte der geizige Schotte." Dass die Inhalte beider dem Publikum bekannt vorkamen, war schnell erklärt. "Ich habe mir den Spaß gemacht, einige gängige Witze oder Fastnachtsscherze zu Limericks umzuschreiben", löste Gisch das Geheimnis der Vertrautheit mit seinen Texten auf. Allerdings lag seine Betonung auf einige. "Alles andere, Gedichte, Wortspiele, restliche Limericks sind lediglich durch Nachdenken entstanden, absolut aus dem Nichts, aus eigener Feder." Zeit genug, sich all das auszudenken, habe er als Lehrer in den Ferien, ergänzte er scherzhaft.

Den Abschluss seiner Buchvorstellung machte Gisch mit einem Gedicht, das nicht in "Limericks and more" zu finden ist. "Mei Mamme" heißt es, ist in saarländischer Mundart geschrieben und gab zum guten Ende noch einen kleinen Einblick in die Wurzeln des Autors.