1. Saarland

Wohlfühlstadt für alle als Ziel

Wohlfühlstadt für alle als Ziel

Sie hat die Dokumentation der ersten Arbeitskreis-Ergebnisse dem Hauptausschuss und dem Ortsrat Bexbach-Mitte vorgestellt: Zentrumsmanagerin Dorothée Pirrung sieht Handlungsbedarf auf vielen Feldern.

Bexbach. Auf 15 Seiten liegt jetzt vor, was die sechs Arbeitskreise in Bexbach zum Thema Zentrumsmanagement in den vergangenen Monaten erarbeitet haben. Für Zentrumsmanagerin Dorothée Pirrung ein erster Schritt in dem Prozess der Änderung Bexbachs auf vielen Ebenen. In der Dokumentation, über die wir noch ausführlich berichten werden, heißt das "Mit der Entwicklung von Fachgutachten und eines teilräumlichen Entwicklungskonzepts Stadtmitte hat die Stadt Bexbach den Prozess, das Zentrum in seiner ursprünglichen Funktion als Mittelpunkt des wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Geschehens der Stadt wiederherzustellen, in Gang gesetzt."

Entwürfe in dem Prozess

"Aus den sechs Arbeitskreisen sind sehr viele Ideen, Anregungen und Wünsche gekommen. Ich habe versucht, was die Menschen gesagt haben, in Leitgedanken zu fassen. Alles sind Entwürfe in dem Prozess", so Pirrung gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Wichtig ist die Suche nach dem eigenen Profil der Stadt: "Wir brauchen Klasse statt Masse und werden dieses Ziel in dem Prozess weiterentwickeln", so die Zentrumsmanagerin, die klar betont, dass die Projekt-Ideen als Folge eines großen Brainstormings vorliegen, "auf Machbarkeit geprüft wurden sie noch nicht.

Ein neues Logo wurde entwickelt, in dem steht: "Bexbach, aktive Stadt" und ". . . weil wir hier leben". Darüber ist Pirrung glücklich, "weil das genau das ist, was wir machen wollen. Bexbach soll Wohlfühlstadt für alle Generationen sein." Die Dokumentation hat sie mittlerweile dem Hauptausschuss des Stadtrats und dem Ortsrat Bexbach-Mitte vorgestellt. Fazit: "Jeder ist gewillt, mitzutun. Wir müssen das Wir-Gefühl stärken", sagt die Zentrumsmanagerin, die ihr Büro in der Rathausstraße als "Schnittstelle zwischen Politik, Verwaltung und Bürgern" sieht.

Das Büro, es ist mittwochs von neun bis 16 Uhr besetzt, werde sehr gut angenommen: "Die Leute kommen mit Wünschen und Beschwerden." Auch während der Sommerpause geht die Arbeit mit einer Gruppe namens "Nutzungen" weiter. "Dort sollen Vorstellungen entwickelt werden, was etwa mit den Leerständen im Zentrum passieren könnte. Und im Herbst wird dann das Verkehrsgutachten kommen, "denn der Verkehr ist ein Riesen-Thema in der Stadt Bexbach", meinte Pirrung.

www.bexbach.de

Foto: Thorsten Wolf

Meinung

Die Bürger sind gefragt

Von Merkur-MitarbeiterRalph Schäfer

Was bisher eher ein bisschen im luftleeren Raum schwebte, wird jetzt konkreter: Die erste Dokumentation der Arbeitskreise in Sachen Zentrumsmanagement liegt vor, ein neues Logo ebenfalls. Und die Gewissheit bei Managerin Dorothée Pirrung, dass bei den Menschen das Interesse da ist, den Weg zur Wohlfühlstadt zu gehen. Dass Bexbach mehr eigene Identität bekommen soll, ist leicht gesagt. Dieses Ziel zu erreichen, ist Sache der Bürger, möglichst vieler Bürger. Je mehr sich an dem Prozess beteiligen, umso stärker ist die Legitimation, für die Stadt und ihre Einwohner zu sprechen. Der Weg ist geebnet, er muss nur gegangen werden.