Wo Wanderer sich belehren lassen können

Wo Wanderer sich belehren lassen können

Dörsdorf. Nicht nur Kinder dürfte der Waldlehrpfad in Dörsdorf besonders anziehen. Der 4,8 Kilometer lange Rundweg bietet Interessantes für Flora und Fauna, auch sein guter Ausbau, wenig Steigung und vor allem der herrliche Ausblick locken immer mehr Wanderfreunde nach Dörsdorf

Dörsdorf. Nicht nur Kinder dürfte der Waldlehrpfad in Dörsdorf besonders anziehen. Der 4,8 Kilometer lange Rundweg bietet Interessantes für Flora und Fauna, auch sein guter Ausbau, wenig Steigung und vor allem der herrliche Ausblick locken immer mehr Wanderfreunde nach Dörsdorf. Ortsvorsteher Armin Caspar, Hardy Klein, Frank Walter und Otmar Graf wandern bei unserem Besuch mit und geben unterwegs immer wieder Hinweise auf Besonderheiten.Bereits vor 20 Jahren war der Weg unter dem damaligen Ortsvorsteher Bernhard Scholl angelegt wurden, sein Nachfolger Peter Johann baute ihn weiter aus.

Der Weg beginnt am Markthäuschen. Dort soll demnächst eine Schautafel aufgestellt werden, die den Weg markiert, damit Ortsunkundige sich besser zurechtfinden können. Von der Ortsmitte aus geht es vorbei am Friedhof. Diesem gegenüber hat der Ortsrat zusammen mit der IG Määnzeborre, deren aktive Mitarbeit der Ortsvorsteher besonders hervorheben möchte, einen Bolzplatz angelegt. Die Tore bezahlte die IG. Kinder und Jugendliche haben hier genügend Platz, in der freien Natur zu spielen. Eine "Relaxliege" lädt ein, um den herrlichen Ausblick übers Theeltal zu genießen. Zwei große Schautafeln "Leben im Wald" und "Leben auf der Streuobstwiese" erklären in einfachen Worten und gut bebildert, wie zum Beispiel der Spitzwegerich aussieht, welche Fliegen es im Wald gibt oder wo sich Kröten aufhalten. "Solch ein Bild kostet 200 Euro", betont Ortsvorsteher Caspar. Und um die 100 Euro brauche noch Frank Walter für das Material. Der Schreiner baut die Schautafeln. Auch für diese Dinge gibt es immer wieder Geld von der IG Määnzeborre.

Bereits unter Bernhard Scholl wurden zwei Schutzhütten gebaut, die Hirtenland-Wieshütte und die Waldspitzhütte. Doch es muss immer wieder nach dem Rechten geschaut werden, Hecken zurückgeschnitten, die Weg neu geschottert und geebnet werden, damit auch Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen den Waldlehrpfad gehen können. Lokale in Dörsdorf haben sich auch schon auf die Wanderer eingestellt, bieten vor allem am Wochenende Mittags- und Abendtisch an.

Vom Waldlehrpfad zweigen mehrere Wege ab, einer führt zu einem markanten Ausblick, dem Krummen Stein, oder wie die Däschder sagen "Bergkopp" (447 Meter hoch). Dieser Bereich ist neben Höchsten die höchste Erhebung im Kreis Saarlouis. Von dort können Wanderer einen atemberaubenden Blick übers Bohnental, Hasborn ins Primstal und die Wahlener Platte genießen.

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