Wo können die Kommunen sparen?

St. Wendel. Dass bei der Straßenbeleuchtung einiges Geld gespart werden könnte, ist bei den Lesern der SZ offenbar ein beliebtes Thema. Die meisten Lesertelefon-Anrufer sehen im späteren Einschalten und früheren Ausschalten der Leuchten ein Sparpotenzial für die Gemeinden

St. Wendel. Dass bei der Straßenbeleuchtung einiges Geld gespart werden könnte, ist bei den Lesern der SZ offenbar ein beliebtes Thema. Die meisten Lesertelefon-Anrufer sehen im späteren Einschalten und früheren Ausschalten der Leuchten ein Sparpotenzial für die Gemeinden. Die SZ hatte unter der Überschrift "Wo können klamme Gemeinden noch sparen?" ihre Leser aufgerufen, ihre Sparvorschläge einzubringen.Von Horst Edinger aus Bubach kam die Idee, die Straßenbeleuchtung später ein- und früher auszuschalten. Dem stimmte der Leser Engelbert Schug aus Osterbrücken voll und ganz zu. "Ich beobachte schon seit Jahren, dass die Lampen morgens viel zu spät ausgeschaltet werden", bemängelte er bei seinem Anruf. "Manchmal ist es schon eine dreiviertel Stunde lang hell, bevor sie ausgehen." Bei nur einer Lampe mache das im Jahr nach seiner Rechnung 273 Brennstunden aus.

Timo Pontius aus Hoof findet, dass der Dorfplatz mit dem Feuerwehrhaus, dem Heim des Obst- und Gartenbauvereins und einem Gewerbebetrieb "die ganze Nacht völlig nutzlos beleuchtet wird". Seiner Meinung nach ist das eine Stromverschwendung. Zwar gebe es noch einen Fußweg von der Neuen Straße über den Dorfplatz zur Vorstadtstraße. Er werde nachts wohl nur wenig benutzt. Ein Bewegungssensor für die wenigen Personen, die den Weg abends und nachts gehen, würde ausreichen und viel Geld sparen. "Dieser Sensor könnte bei Bedarf ein- und ausschalten und hätte sich bald bezahlt gemacht", meinte der Leser.

Nicolas Pontius aus Hoof sieht bei der Straßenbeleuchtung ebenfalls ein Einsparpotenzial. "Es sollten überall Energiesparlampen eingesetzt werden", schrieb er der SZ-Redaktion. "Das wäre bei einer 30-Watt-Lampe eine Ersparnis von etwa 400 Kilowatt pro Jahr. Eine solche Lampe kostet bei einem günstigen Onlineshop etwa 7,75 Euro."

Ekkehard Houy aus St. Wendel empfiehlt ein Buch des ehemaligen Bürgermeisters Magnus Stähler aus Langenfeld im Rheinland. "Er hat mit eiserner Disziplin, klarer Planung und unternehmerischem Denken das Haushaltsdefizit seiner Stadt in 22 Jahren von minus 80 Millionen DM auf null Euro abgebaut. Dieses Buch kann ich einigen Kommunalpolitikern nur empfehlen", schrieb der SZ-Leser.

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