„Wo ich bin, do iss owwe“: Aus dem Geschichten-Schatz eines Anwalts

„Wo ich bin, do iss owwe“: Aus dem Geschichten-Schatz eines Anwalts

An Selbstbewusstsein hat es ihm nie gemangelt. Allein schon in seiner Größe von gefühlten 195 Zentimetern gipfelt dieses Selbstbewusstsein.

Wenngleich heute festgestellt werden muss, dass sein aufrechter, selbstbewusster Gang etwas hinfällig geworden ist. Aber es ist nur die Zeit, die den promovierten Juristen Hans Bauer niederdrückt. Dass er weiterhin von sich behauptet, er betrachte die Welt aus erhöhter Warte ("Wo ich bin, do iss owwe") wird durch seine Biografie gleichen Titels deutlich. In diesen Tagen verteilt der ehedem viel beschäftigte Vereinsfunktionär, Sponsor und Rechtsanwalt sein literarisches Schaffen.

Auf beinahe 300 Seiten breitet Hans Bauer sein Leben aus, eingebunden in einen festen Einband, dessen Titelseite handschriftlich sein Lebensmotto verdeutlicht. Der Abdruck der Urkunde, die Hans Bauer bestätigt, dass er 1997 "in Anerkennung der um Volk und Staat erworbenen besonderen Verdienste" das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekommt, macht deutlich, dass der Autor zu Recht seine Biografie veröffentlicht. Die Ottweiler Druckerei hat den in Bauers Eigenverlag reich bebilderten Band gedruckt. Der Autor schildert das bewegte Leben eines Einser-Schülers, hochbegabt und vielseitig einsatzfähig, ob als hoher Borussenfunktionär, Vorsitzender einer Motorsportorganisation oder Mitglied in diversen Bruderschaften und Klubs. Der Ehrungen sind viele. Sie sind im Buch aufgelistet. Der diversen Reisen ebenso.

Die Biografie liest sich gut, wobei der Leser wohl die Bauerschen Taten überliest und eher nach seinem eigenen Namen sucht und den im Zusammenhang mit seinem Namen womöglich drohenden Veröffentlichungen. Denn eines muss Bauer zugestanden werden, er hatte schon immer einen eigenen Humor. Da sein Bekanntenkreis groß ist, sind auch Bauers Erzählungen umfangreich. Alles Wissen aber hat er nicht preisgegeben.

Eines aber sei hervorgehoben, er hat sich in der Neunkircher Geschichte, vor allem in der Sportgeschichte, einen Namen gemacht - auch durch äußerst fleißiges und engagiertes Arbeiten. Allen Generationen sei die erbauliche Lektüre empfohlen.

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