1. Saarland

Wo die Sonne untergehtIn jeder Hinsicht grenzenlos

Wo die Sonne untergehtIn jeder Hinsicht grenzenlos

Ihn. Großes Programm in einem kleinen Dorf auf dem Saargau: Auf dem Sportplatz in Ihn findet vom 4. bis 9. August ein Aktions-Camp für Jugendliche aus drei Ländern statt. 60 junge Menschen aus Frankreich, Luxemburg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland nehmen an der internationalen Jugendbegegnung teil

Ihn. Großes Programm in einem kleinen Dorf auf dem Saargau: Auf dem Sportplatz in Ihn findet vom 4. bis 9. August ein Aktions-Camp für Jugendliche aus drei Ländern statt. 60 junge Menschen aus Frankreich, Luxemburg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland nehmen an der internationalen Jugendbegegnung teil.Neben inhaltlichen Workshops zu politischen und gesellschaftlichen Themen gibt es auch Spaß beim Jonglieren, Rappen, Kanufahren, Segelfliegen und vielem mehr. Am Sonntag wird eine Zukunftswerkstatt eingerichtet, wo die Kreativität der Teilnehmenden gefragt sein wird. Organisiert wird das Aktionscamp neben den Jugendzentren Ihn und Niedaltdorf, der SJD - Die Falken und juz-united, der Dachverband der Jugendzentren im Saarland. Die Maßnahme wird gefördert aus Mitteln des Deutsch-Französischen Jugendwerks sowie des Saarlandes.Unter dem Motto "Grenzen überwinden" steht auch das kostenlose dazugehörige Musikfestival am 6. und 7. August, bei dem acht bekannte Bands aus allen drei Ländern auftreten. In diesem Jahr sind mit dabei: Aus Deutschland die Bands Rantanplan, Pascow, His Statue Falls, Bastard, aus Frankreich Uncommon Men From Mars und Les Dérangérs und aus Luxemburg Toxkäpp! und The Kitshickers. Außerdem treten die Sieger des Band-Battles im Juz Ihn auf: Kings of Iron Fists und Rise of Hope. Der Freitagabend wird zudem mit einem Ska/Reggae-Soundsystem ausklingen. Neben zahlreichen Infoständen werden auch Essen und Getränke angeboten. Die Veranstalter rechnen bei gutem Wetter mit bis zu 1000 Besuchern.Der Orgateam-Leiter des Sunset-Festivals Thomas Böhm (Foto: SZ) aus Ihn erklärt im Interview mit SZ-Redakteurin Nicole Bastong die Idee und den Ablauf des Sunset-Festivals und des Jugendcamps.Für wen ist das Jugendcamp gedacht? Wer wird teilnehmen?Böhm: Es nehmen Jugendgruppen aus Frankreich, Luxemburg und Rheinland-Pfalz teil. Die Franzosen kommen vorwiegend von den jeunes socialistes. Und einheimische Jugendliche, natürlich vor allem die, die auch beim Festival mithelfen. Etwa 25 Leute zwischen 14 und 25 Jahren organisieren das Sunset-Festival, seit November sind wir am Vorbereiten. Wie sieht das Programm im Camp aus?Böhm: Inhaltlich geht es darum, Vorurteile abzubauen. Deshalb auch das Motto "Grenzen überwinden". Dazu wird es Diskussionsgruppen und Impulsvorträge der Teilnehmer geben, etwa zum Thema Europa. Im Aktivprogramm gibt es Workshops wie Rappen oder Jonglieren. Das Programm im Detail werden wir noch auf die Homepage setzen. Samstags ist noch ein Fußballturnier für die Camp-Teilnehmer geplant, zu dem sich aber auch Jugendzentren angemeldet haben.Woher kommt die Idee?Böhm: Die Idee schwirrte uns schon länger im Kopf herum. Eigentlich schon seit Bestehen des Juz Ihn träumten wir davon, einmal im kleinen Ihn mit seinen 400 Einwohnern ein Festival auf die Beine zu stellen. Es ist aber auch ganz schön viel Aufwand. Wichtig ist uns, dass es kostenlos ist, so haben wir auch keine Absperrungen, die Leute können einfach kommen und gehen, so ist dieser grenzenlose Gedanke des Camps auch im Festival verankert.Gab es Vorläufer?Böhm: Das erste Festival war 2007, damals ein Tag mit Eintritt und Bands aus Belgien, Luxemburg, Frankreich und dem Saarland. 2008 hatten wir keins, 2009 war es kostenlos, mit Camp, und über zwei Tage mit Bands aus Luxemburg, Frankreich und dem Saarland, das lief super. Wie viele Zeltplätze stehen noch zur Verfügung?Böhm: Das Camp war eigentlich nur für die Jugendgruppen gedacht. Es sind aber noch Restplätze für Interessierte frei. Zeltplätze sind eigentlich unbegrenzt vorhanden. Außerdem besteht die Möglichkeit, noch Restplätze in vorhandenen Zelten zu ergattern. Bei Fragen genügt eine kurze Mail an tom@sunset-festival.eu Gibt es Wünsche oder Verbote für die Besucher?Böhm: Es gibt die üblichen Regeln zu beachten, dazu sei ein Blick auf die Homepage ans Herz gelegt. Aber ansonsten sind wir ein grenzenloses Festival, bei dem jeder zu jedem Zeitpunkt vorbei schauen kann. Wir laden zum Verweilen ein.