Wirtschaft und Grundschulen die Nutznieser

Wirtschaft und Grundschulen die Nutznieser

St. Wendel. Jetzt heißt es Gas geben. Bis Jahresende müssen die Arbeiten an allen Projekten, die aus dem Konjunkturprogramm des Landes gefördert werden, angelaufen sein. Das sorgt in den Bauverwaltungen einiger Kommunen in den nächsten Wochen noch für etwas Hektik. Anders in St. Wendel. Dort ist das Konjunkturprogramm fast abgehakt

St. Wendel. Jetzt heißt es Gas geben. Bis Jahresende müssen die Arbeiten an allen Projekten, die aus dem Konjunkturprogramm des Landes gefördert werden, angelaufen sein. Das sorgt in den Bauverwaltungen einiger Kommunen in den nächsten Wochen noch für etwas Hektik. Anders in St. Wendel. Dort ist das Konjunkturprogramm fast abgehakt. "90 Prozent der Arbeiten sind erledigt", erklärte Bürgermeister Klaus Bouillon bei einem Ortstermin in der Grundschule "Nikolaus-Obertreis-Schule" in St. Wendel. Einen Schwerpunkt der Investitionen hatte die Stadt auf die Sanierung ihrer Grundschulen gelegt. Die Arbeiten in Oberlinxweiler, Bliesen und Niederkirchen seien bereits abgeschlossen, sagte der Bürgermeister. Das gelte auch für den Großteil der Maßnahmen an der Obertreis-Schule. Dafür wurden bislang rund eine Million Euro eingesetzt, eine stattliche Summe, die sich bis März 2011 wohl noch um rund 500 000 Euro erweitern werde. Dafür sind dann Dach, Sanitäranlagen, Haustechnik, Kanal und Fassade in Ordnung gebracht und das in fast allen Bereichen mal vier. Denn die Schule besteht aus vier Gebäuden, darunter ein historischer Altbau, und der Turnhalle.Rund fünf Millionen Euro gibt die Stadt St. Wendel im Rahmen des Konjunkturprogramms aus. 2,5 Millionen Euro, die Hälfte, kommen aus Saarbrücken. Die andere Hälfte hat die Stadt aus eigener Kraft aufgebracht. Ziel des im vergangenen Jahr aufgelegten Konjunkturprogrammes ist es, die heimische Wirtschaft rasch mit öffentlichen Aufträgen zu stützen. Das hat die Stadt nach Ansicht Bouillons hervorragend umgesetzt. Denn die Gelder aus dem Programm seien nicht nur einigen, sondern vielen Unternehmen aus der Region zugute gekommen. So seien allein an der Obertreis-Schule 80 Gewerke ausgeschrieben gewesen, um die sich Firmen bewerben konnten. Als "warmen Regen für die heimische Wirtschaft", sieht das der Verwaltungschef.Ohne die engagierte Arbeit des städtischen Bauamtes sei die zügige Ausschreibung und Umsetzung der Projekte nicht möglich gewesen, lobte Bürgermeister Bouillon seine Mitarbeiter. Ein Lob gab es auch für die kooperative Zusammenarbeit der zuständigen Stellen bei der Landesregierung.Von dort gibt es das Lob zurück. "St. Wendel ist in Sachen Konjunkturprogramm Vorbildkommune", sagt Bernd Müller, zuständig beim Innenministerium für die Umsetzung des Programmes. So rasch wie St. Wendel habe keine andere Kommune Projekte entwickelt, ausgeschrieben und abgewickelt. Rund 500 Projekte hatten die Gemeinden für das Konjunkturprogramm gemeldet. Die Hälfte ist nach Aussage Müllers inzwischen abgewickelt. Insgesamt wird das Land 128,6 Millionen Euro an die Saar-Gemeinden überweisen.

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