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Wirtschaft im Saarland: Konjunktur geht zurück

Konjunktur : Wirtschaftskraft des Saarlandes schrumpft

Als einziges Bundesland hat das Saarland im vergangenen Jahr einen Rückgang seiner Wirtschaftskraft verzeichnen müssen.

Preisbereinigt sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach vorläufigen Zahlen um 0,8 Prozent zurückgegangen, teilte das Statistische Amt des Saarlandes am Freitag (29. März) mit. Deutschlandweit legte das BIP 2018 demnach dagegen real um 1,4 Prozent zu.

Das Amt führt die Einbußen auf die schlechte Konjunktur im verarbeitenden Gewerbe und damit in den Schlüsselbranchen der Saarwirtschaft zurück. Das verarbeitende Gewerbe mache fast drei Viertel des Gesamtumsatzes aus, ein größerer Anteil an der Gesamtwirtschaft als in den meisten anderen Bundesländern.

Der Umsatz des größten Industriezweigs des Saarlands, der Automobilindustrie, schrumpfte um 6,1 Prozent. Besonders der um 9,5 Prozent zurückgegangene Export machte sich hier bemerkbar. Im Maschinenbau ging der Umsatz um 9,3 Prozent zurück. Die Stahlindustrie verzeichnete hingegen eine Umsatzverbesserung um 2,1 Prozent.

Die Zahlen gehen auf vorläufige Ergebnisse der Auswertung aktueller Wirtschaftsstatistiken durch den Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ zurück. Die Datenbasis sei sehr begrenzt, weshalb die Aussagekraft der Zahlen noch stark eingeschränkt sei, teilte das Statistische Amt des Saarlandes mit.

(dpa)