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Wirtschaft: Aufschwung dümpelt vor sich hin

Wirtschaft: Aufschwung dümpelt vor sich hin

Schwache Konjunktur, insbesondere saisonal bedingt, lässt auch den Arbeitsmarkt im St. Wendeler Land schwächeln. Deshalb ging die Quote derer, die auf Jobsuche sind, nur minimal zurück. Der Chef der saarländischen Arbeitsagentur setzt nun aber auf Fachkräftenachfrage im Frühjahr.

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis St. Wendel ist im November weiter leicht gesunken. Wie ein Sprecher der Arbeitsagentur informiert, waren 1830 Menschen arbeitslos gemeldet, 50 weniger als im Oktober. Die Quote lag bei 3,9 Prozent (Vorjahr: 3,7 Prozent). Beim Personalbedarf der Betriebe habe sich demnach ein leichter Rückgang gegenüber Oktober gezeigt.

"Der Arbeitsmarkt tritt im Moment saison-, aber auch konjunkturbedingt auf der Stelle. Die rückläufige Kräftenachfrage bildet die nach wie vor schwache wirtschaftliche Dynamik ab, in den meisten Branchen wird das Nachfrageniveau des Vorjahres unterschritten ", schätzt Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der saarländischen Arbeitsagentur-Geschäftsführung, die Lage ein. Er sei zuversichtlich, dass der Arbeitsmarkt ohne große Einbrüche gut über den Winter kommt und sich die Lage im Frühjahr bessere.

Der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur habe im November 95 Jobangebote von Betrieben aufgenommen, fast 20 Prozent weniger als im Oktober. Ende November seien 350 Stellen gemeldet worden. Gesucht: Personal für Mechatronik-, Energie- und Elektroberufe, Verkaufs- und Büroberufe sowie für Hotel- und Gaststättengewerbe. Ständiger Bedarf bestehe außerdem im Bereich der medizinischen und nichtmedizinischen Gesundheitsberufe.

Im Vergleich zum Vormonat hat sich die Zahl der jungen Arbeitslosen unter 25 Jahren im November nochmals um 23 auf 122 verringert und liegt damit auf Vorjahresniveau. Das meldet die Arbeitsagentur. Bei den 50- bis unter 65-Jährigen habe sich die Arbeitslosigkeit nur geringfügig verändert. 456 Menschen waren demnach arbeitslos, neun weniger als im Vormonat, aber rund 70 mehr als vor einem Jahr. Weiteres Detail laut Agentur: Rund 120 Arbeitslose sind schwerbehindert, 8,8 Prozent mehr als vor einem Jahr.