"Wir wollen weiter Einfluss auf die Arbeitsmarktpolitik nehmen"

"Wir wollen weiter Einfluss auf die Arbeitsmarktpolitik nehmen"

Regionalverband. Die Unsicherheit bei den 180 Mitarbeitern des Regionalverbandes, die sich in der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Saarbrücken um die Hartz-IV-Empfänger kümmern, ist groß. Das hat Regionalverbandsdirektor Peter Gillo am Donnerstag in der Regionalversammlung betont

Regionalverband. Die Unsicherheit bei den 180 Mitarbeitern des Regionalverbandes, die sich in der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Saarbrücken um die Hartz-IV-Empfänger kümmern, ist groß. Das hat Regionalverbandsdirektor Peter Gillo am Donnerstag in der Regionalversammlung betont. Hintergrund ist die Absicht der neuen Bundesregierung, die gemeinsame Arbeit von Agentur für Arbeit und Kommunen wieder aufzuheben. "Wir sind keine Zahlstelle, sondern wollen weiter Einfluss auf die Arbeitsmarktpolitik nehmen", stellte Gillo klar. Wenn die Reform umgesetzt wird, wäre der Regionalverband nur noch für die Übernahme der Mietkosten zuständig. Die Linke-Fraktion kritisierte den Verwaltungschef in der Sitzung. Er habe ohne vorherige Diskussion in den Gremien in der SZ gesagt, der Regionalverband wolle künftig allein die Hartz-IV-Bezieher betreuen. Gillo erwiderte, er habe die Unterstützung der Fraktionen vorausgesetzt. SPD, Grüne und CDU begrüßten Gillos Schritt an die Öffentlichkeit. Der SPD-Politiker forderte, dass die Arge-Mitarbeiter des Regionalverbandes auch künftig in der Arbeitsvermittlung arbeiten. Bisher betreut nur der Landkreis St. Wendel in Eigenregie die Hartz-IV-Empfänger. Gillo möchte diesem Beispiel folgen. sm